Tierrechtsforum
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 Presseberichte über die angebliche Tierrechtspartei
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: https://tierrechtsforen.de/1/6009/6010

Datum: 25.11.06 13:38
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Wenig überraschend werden "Tierschutz" und "Tierrechte" wild durcheinandergewürfelt und im wesentlichen absurderweise so verwendet, als wären das keine Gegensätze (Tierrechte: Abschaffung, Tierschutz: Reglementierung und damit Zementierung der Tierausbeutung), sondern quasi Synonyme.

Zitat:

Balkenende und Hollands Tierschützer vor dem Sieg

DEN HAAG -

Die Parlamentswahl in den Niederlanden am Mittwoch könnte einen historischen Durchbruch bringen - zumindest für den Tierschutz. Denn erstmals in Europa dürfte eine Tierrechtspartei mindestens ein Abgeordnetenmandat erringen. Ihr Kampf stehe in einer Linie mit der Sklavenbefreiung und der Durchsetzung von Frauenrechten, sagt die Vorsitzende der PvdD, Marianne Thieme (34). Ihr Ziel ist die Verankerung von Tierrechten in der niederländischen Verfassung.

Beim Rennen um den Gesamtsieg gibt sich der niederländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende gelassen. Laut Umfragen werden er und seine Partei Christen Democratisch Appèl (CDA) die Wahl gewinnen. Der 50-Jährige, der einer Minderheitsregierung vorsteht, deren Bröckeln die Neuwahlen nötig gemacht hat, schien noch im Frühjahr einen aussichtslosen Kampf zu führen. Aber jetzt erlauben wirtschaftlicher Aufschwung, Rückgang bei Armut und Arbeitslosigkeit sowie erstklassige Staatsfinanzen Balkenende und seiner CDA eine gute Bilanz. Und all das durchkreuzt das zentrale Argument der sozialdemokratischen Partij van de Arbeid (PvdA) und ihres Spitzenkandidaten Wouter Bos: dass Balkenendes Politik unsozial sei.

Wouter Bos, lange Zeit der Liebling der Wähler, kam in dem unspektakulär verlaufenen Wahlkampf ohnehin nur mäßig in die Offensive. Bei vielen fiel Bos in Ungnade, weil er vorschlug, Rentner sollten auch selbst in die Rentenkassen einzahlen.
AP, dpa

erschienen am 21. November 2006

http://www.abendblatt.de/daten/2006/11/21/642276.html


Zitat:
Zwei Mandate für Tierschützer
Stimmen für Vieh
Den Haag - Wenn es um das Wohlsein ihrer Lieblinge geht, kennen die Anhänger der niederländischen Stiftung "munteres Tier" kein Pardon. Die Direktorin der Stiftung und Vorsitzende der Partei für die Tiere, Marianne Thieme, und eine Kollegin haben erstmals den Sprung ins Parlament geschafft. Rund 4 Millionen Rinder, 11 Millionen Schweine, 90 Millionen Hühner und viele andere Kreaturen haben jetzt eine Stimme im Parlament.

Thieme sieht die Tierschutzbewegung als logische Verlängerung von Sklavenbefreiung und Frauenemanzipation. Unterstützung bekam sie auch von Intellektuellen: Der Schriftsteller Harry Mulisch ("Die Entdeckung des Himmels") entschied sich ebenso für die Tierpartei wie sein Kollege Maarten 't Haart. (dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 24.11.2006)

http://derstandard.at/?url=/?id=2671450


Zitat:
Schwere Regierungsbildung
Premier Jan-Peter Balkenende wiedergewählt – Christdemokraten brauchen neue Koalitionspartner

DEn Haag. Nach den Parlamentswahlen stehen die Niederlande vor einer schwierigen und vermutlich langwierigen Regierungsbildung. Der niederländische Premier und Wahlsieger, Jan Peter Balkenende, schweigt noch dazu.

Eine klare Mehrheit für eine Koalition war gestern nicht in Sicht. Das bisherige Bündnis der Partei Christlich-Demokratischer Appell (CDA) von Premier Jan Peter Balkenende und den Liberalen (VVD) wird seine Arbeit aufgrund hoher Verluste für die VVD nicht fortsetzen können. Balkenende äusserte sich bisher noch nicht zur Regierungsbildung. Er will die Möglichkeiten anscheinend zunächst mit Königin Beatrix besprechen. Balkenende bleibt damit Chef der CDA, die trotz Verlusten überraschend wieder stärkste Kraft vor den Sozialdemokraten (PvdA) wurde.
Tierschutzpartei im Parlament

Grösster Gewinner der Wahlen war die Sozialistische Partei, welche die Zahl ihrer Sitze von neun auf 26 fast verdreifachen konnte. Der CDA verfügt nach Auszählung fast aller Stimmen künftig über 41 der insgesamt 150 Mandate im Parlament und damit drei weniger als bisher. Die PvdA von Oppositionsführer Wouter Bos kommt nur noch auf 32 Sitze, ein Minus von zehn Mandaten.

Viertstärkste Kraft wurden die Liberalen, die jedoch nur noch auf 22 statt der bisher 28 Mandate kamen. Über einen historischen Durchbruch konnte sich die Tierschutzpartei freuen, die erstmals zwei Mandate gewann. Sie zieht damit als europaweit erste Tierrechtspartei ins Parlament ein. Ziel der Partei ist die Verankerung von Tierrechten in der niederländischen Verfassung.

Auch andere bisher kleinere Gruppierungen der Linken und Rechten verzeichneten Gewinne. Neben den Sozialisten von Jan Marijnissen legte auch Geert Wilders mit seiner rechtsgerichteten Freiheitspartei zu. Sie hat statt einem künftig neun Abgeordnete.
«Kompliziertes Ergebnis»

«Das ist das Chaos», sagte VVD-Finanzminister Gerrit Zalm mit Blick auf die Ergebnisse. «Daraus eine Regierung zu machen, wird extrem schwierig.» Und auch Balkenende räumte trotz seiner Siegerlaune ein, dass es ein «kompliziertes» Ergebnis sei. «Wir werden Zeit brauchen», sagte er. «Alle Parteien werden analysieren müssen, wie wir das Land gemeinsam regieren können, wie wir den niederländischen Wählern Antworten auf ihre Fragen geben können.» Der Wahlkampfleiter der PvdA, Michiel van Hulten, war zufrieden. «Es ist klar, dass dieses Kabinett kein Mandat mehr hat. Das ist eine gute Nachricht. Die Niederlande haben für den Wechsel gestimmt.»

Beobachter äusserten Zweifel, ob eine – wie auch immer zusammengesetzte Regierung – die vierjährige Amtsperiode überstehen kann. Um eine grosse Koalition auf die Beine zu stellen, müssten Christ- und Sozialdemokraten die Feindseligkeiten des mit Schärfe geführten Wahlkampfs hinter sich lassen, sagte der Politikwissenschafter Jos de Beus. «Sie brauchen Zeit, um sich aneinander anzupassen», erklärte er. (ap/dpa)

http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=jsp&artikel_id=1265452&ressort=tagblattheute/ausland


Zitat:
Niederlande

Bei den Radikalen knallen die Korken

Von Albert Eikenaar

[...]Am Rande des Geschehens feierte auch die 34-jährige Marianne Thieme ein Fest: Zwei echte Mandate konnte sie am Ende des Abends für sich verbuchen, für ihre Partei für die Tiere, die einzige in der Welt, die nur Tierrechte im Parlament vertreten will. Sie gehört ins linke Lager. Bei ihren Wählern ist ein Prominenter: Harry Mulisch. [...]
http://www.stern.de/politik/ausland/:Niederlande-Bei-Radikalen-Korken/577062.html


Achim

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 Themen Name  Datum
 "Tierrechtspartei" in den Niederlanden?   neu 
 Achim Stößer 25.11.06 13:28 
 Presseberichte über die angebliche Tierrechtspartei   neu 
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