Pressespiegel
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 Eierschalen auf den Augen
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059

Datum: 31.12.09 15:27


So manch ein "Journalist" hat wohl Eierschalen auf den Augen. Seit Tagen wird (zur bevorstehenden Geisteraustreibung) auf die "Neuerungen" 2010 hingewiesen und dabei allenthalben ein "Aus für Käfighaltung" proklamiert, als ob nicht a) "Kleingruppenhaltung" Käfige wären, b) jede "Bodenhaltung" ein Käfig wäre, c) Importeier aus üblichen Legebatterien stammen würden etc. (davon, daß "käfigfreie" Eier für die leidenden und ermordeten Küken und Hennen keinen Deut besser wären, ganz abgesehen).

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 Aus für Käfige / Die Legebatterie hat ausgedient
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2060

Datum: 31.12.09 15:29


Erstellt 30.12.09, 15:42h, aktualisiert 30.12.09, 15:46h
Ab 2010 ist die normale Käfighaltung von Legehennen in Deutschland verboten - zwei Jahre früher als nach EU-Recht nötig. Die neu eingeführte Kleingruppenhaltung sehen Tierschützer jedoch auch kritisch. Klarheit bietet der Aufdruck auf dem Ei.

BONN - Mit dem endgültigen Aus der herkömmlichen Batterie-Käfighaltung von Legehennen vollzieht Deutschland den Ausstieg bereits zwei Jahre früher als nach EU-Recht erforderlich. Das Verbot der Haltung von Legehennen in konventionellen Käfigen zum Ende des Jahres 2009 bewertet Staatssekretär Gert Lindemann vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als einen großen Fortschritt für den Tierschutz in der Legehennenhaltung.

Tierschützer sehen allerdings auch die neu eingeführte "Kleingruppenhaltung", bei der mehrere Hennen in einem größeren Käfig gehalten werden, sehr kritisch. "Zwar hat eine Henne in den Kleingruppen-Käfigen geringfügig mehr Fläche und Strukturen wie Sitzstangen, ein abgedunkelter Bereich zur Eiablage und eine Scharrmöglichkeit vorgesehen. Letztlich können aber die Hennen die Strukturen schon aufgrund des Platzmangels nicht ausreichend nutzen", schreibt etwa der Deutsche Tierschutzbund.

Nummer gibt Auskunft über Haltungsart

Klarheit über die Haltungsform und Herkunft gibt für Verbraucher die Eierkennzeichnung: Ab dem neuen Jahr stehen den Käufern aus deutscher Produktion Eier aus der ökologischen Erzeugung (Kennziffer "0" auf dem Ei), der Freilandhaltung ("1"), der Bodenhaltung ("2") und der Kleingruppenhaltung ("3") zur Verfügung.

Da in anderen EU-Mitgliedstaaten bis Ende 2011 die Haltung von Legehennen noch in den herkömmlichen Batterie-Käfigen zulässig ist, gewinnt die Angabe des Herkunftslandes eine gesteigerte Bedeutung. "DE auf dem Ei steht für Innovation in der Legehennenhaltung und kurze Wege zum Verbraucher", meint Lindemann.

Das Ei ist ein gesundes und preiswertes Lebensmittel und verzeichnet seit fünf Jahren steigenden Verbrauch. Für das Jahr 2009 dürfte der Verbrauch je Kopf bei 214 Eiern liegen. Davon werden gut die Hälfte von den privaten Haushalten direkt als frische Eier in der Schale gekauft. Die andere Hälfte wird entweder beim Verzehr in Großküchen oder der Gastronomie sowie in verarbeiteter Form, beispielsweise in Nudeln oder Gebäck, konsumiert. (wid, ksta)

http://www.ksta.de/html/artikel/1262179005758.shtml

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 Grüne begrüßen mehr Platz für Legehennen zum Jahreswechsel
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2061

Datum: 31.12.09 15:32


Bündnis90/DIE GRÜNEN
Hannover - Der agrarpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer hat das zum Jahresbeginn in Kraft tretende ge­nerelle Verbot der alten Käfighaltung von Legehennen als "ersten Schritt für mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung" be­zeichnet. Meyer: "Insbesondere das tier­schutzbewusste Verbraucherverhalten und die damit einhergehende Weigerung der Supermärkte Eier mit der Kennzeichnung "3" aus Käfighaltung zu verkaufen, hat dazu maßgeblich beigetragen." Die Nachfrage nach Eiern aus ökologisch, artgerechter Erzeugung ist in den letzten Jahren trotz leicht hö­herer Preise kontinuierlich und deutlich gestiegen.

Für die Grünen und die Tierschutzverbände ist die Erhöhung des Platzbedarfes von einem DIN A4-Blatt auf einen Aktendeckel pro Huhn aber noch lange nicht ausreichend für eine tiergerechte Legehennenhaltung. "Auch die sogenannte Kleingruppenhaltung mit 2 Bierde­ckeln mehr Platz ist und bleibt eine tierquälerische Käfighaltung, die wir Grüne verbieten wollen. Hühner werden auf engsten Raum zusammengequetscht und es kommt zu Kanni­balismus und Federpicken. Der Verbraucher tut gut daran weiterhin keine Eier mit der Kennzeichnung 3 zu kaufen. Käfig bleibt Käfig!", sagte der Agrarexperte.

Meyer forderte die Landesregierung zur konsequenten Umsetzung des am 1. Januar 2010 in Kraft tretenden vollständigen Verbots der alten Käfige auf und kündigte dazu eine parla­mentarische Anfrage an. "Noch im Sommer wurden ohne Ausnahmegenehmigung über 800.000 Legehennen in Niedersachsen in alten Käfigen illegal gehalten. Dieser offene Rechtsbruch darf nächstes Jahr nicht noch einmal passieren", sagte Meyer. Die Legebat­terie-Betriebe hätten für die Umstellung auf alternative Haltungsformen mehr als drei Jahre Zeit gehabt.

Ab 1. Januar 2010 muss die Mindestfläche in Käfigbatterien pro Huhn ausnahmslos 800 statt 550 cm² betragen.

(tw)
http://www.hannover-zeitung.net/regionales/129421-gruene-begruessen-mehr-platz-fuer-legehennen-zum-jahreswechsel

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 Kein kleiner Käfig mehr: Das Aus der Legebatterie
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2062

Datum: 31.12.09 15:34


29. Dez 2009, 17:07 Uhr

Ab dem ersten Januar ist die Käfighaltung für Legehennen endgültig verboten. Deutschland ist Vorreiter – in der EU gilt die Regel erst ab 2012. Aber der Eiermarkt muss Einbußen hinnehmen.

BERLIN Der Platz reicht gerade zum Hinlegen, die Krallen krümmen sich um das Drahtgitter, 17 Stunden lang strahlt das Huhn ein UV-Licht an, um es zum Eierlegen zu animieren. Um das Tier herum vegetieren hunderte bis tausende seiner Leidensgenossen vor sich hin.

Damit soll jetzt Schluss sein: Ab dem ersten Januar ist die Batteriehaltung für Legehennen endgültig Vergangenheit. Keine Ausnahmeregelung mehr für Landwirte, ein Jahr lang hatten sie Zeit, ihre Anlagen artgerechter zu gestalten. Seit mehr als vierzig Jahren hielten sie die Legehennen zum Teil in den quälend engen Batterien, noch vor zwei Jahren kamen drei Viertel aller deutschen Eier aus der Käfighaltung.

„Viele kleine Betriebe werden ganz aufhören“, sagt Helmut Born, der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes. „Die enormen Investitionen kann nicht jeder Betrieb schultern.“ Mehr als 500 Millionen Euro haben die Legehennenhalter ausgegeben, um den neuen Standarts zu entsprechen, sagt der Bundesverband Deutsches Ei.

Deutschland ist Vorreiter mit dem Verbieten der Käfige – in der EU gilt das Verbot erst ab 2012. So ehrenwert die Vorreiterrolle ist, so wenig einträglich ist sie für den deutschen Eiermarkt. „Eier aus Käfighaltung sind nunmal billiger“, sagt Michael Lohse vom Bauernverband. Billig ist gefragt, und billig kommt jetzt aus dem Ausland. „Die Niederlande sind sehr stark bei uns vertreten“, sagt Lohse. Nur fast jedes zweite Ei, das hier verzehrt wird, kommt auch von hier. Nach einem Bericht von „Marktinfo Eier und Geflügel“ sinkt die Produktion dieses Jahr wahrscheinlich auf weniger als 10 Milliarden Stück. Im Jahr 2008 lag sie noch bei 11,9 Milliarden Stück.

Dafür essen die Deutschen mehr Eier: 2005 waren es noch 205 pro Jahr und Kopf, letztes Jahr wurden 212 gegessen, dieses sollen es 214 sein.

„Die Verbraucher essen gerne heimische Produkte“, sagt Lohse, „und die Menschen reagieren sehr positiv auf das Verbot der Käfighaltung.“ Der Bauernverband setzt seine Hoffnungen in den bewussten Konsumenten, der den Ländercode „DE“ jetzt als Qualitätssiegel erkennt, achtet und kauft. So sollen die verloren gegangenen Marktanteile zurückgeholt werden.

Tierschutzorganisationen machen da allerdings eine klare Einschränkung. „Eierkennzeichnung ,3’ gleich Quälerei“, sagt der Verband Menschen für Tierrechte.

Die „3“ auf dem Ei bedeutet Käfighaltung – immer noch. Denn erlaubt ist jetzt die Kleingruppenhaltung. „Dabei handelt es sich lediglich um größere Käfige für mehr Hühner“, sagt der Verband. Die in den Käfigen eingebauten Legenester, Sitzstangen und der Einstreubereich hätten höchstens eine „Alibifunktion“.

Die „1“ kennzeichnet die Freilandhaltung, die „2“ die Bodenhaltung, bei der die Tiere im Stall gehalten werden. Am teuersten, aber artgerechtesten kauft man bei der „0“ – Eier von Hühnern aus Freilandhaltung, mit Biofutter ernährt. Damit auch das Huhn ein nettes Leben hat. L. Kaufmann

http://www.abendzeitung.de/panorama/155750

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 Käfighaltung von Hennen im Land ist passé
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2063

Datum: 31.12.09 15:54


18. Dezember 2009, 11:23 Uhr

Geplant sei als weitere Haltungsform die dem natürlichen Verhalten von Hühnern nahe kommende Kleingruppenhaltung.

Legehennen in großen[sic!] Käfigen wird es in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr geben.
Foto: picture-alliance/ dpa/DPA


Schwerin . Die Käfighaltung von Legehennen ist in Mecklenburg-Vorpommern Geschichte. Wie das Agrarministerium in Schwerin am Freitag mitteilte, haben die letzten drei Betriebe die Legehennen in artgerechtere Ställe gebracht. Die drei Eierproduzenten hatten eine einjährige Verlängerung der Übergangsfrist für den Umbau bis zum 21. Dezember 2009 erhalten. Ursprünglich sollten die herkömmlichen engen Käfige schon bis Ende 2006 durch größere Volieren ersetzt werden. Laut Ministerium werden im Land 1,87 Millionen Legehennen gehalten, registriert würden in der Statistik aber nur Betriebe mit mehr als 350 Tieren.

Rund 540 000 Hennen leben in Biohaltung, rund 615 000 mit Auslauf im Freiland und rund 710 000 Tiere in Bodenhaltung. Geplant sei als weitere Haltungsform die dem natürlichen Verhalten von Hühnern nahe kommende Kleingruppenhaltung. Agrarminister Till Backhaus (SPD) sagte, er erwarte wieder einen Aufschwung der Legehennenhaltung. Die Zahl der Tiere war mit dem Auslaufen der Käfighaltung leicht zurückgegangen. (dpa/abendblatt.de)

http://www.abendblatt.de/region/article1313682/Kaefighaltung-von-Hennen-im-Land-ist-passe.html

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 Käfigverbot in Deutschland - RLV: Verbraucher sollten beim Eierkauf auf den Länd
Name: martin Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2064

Datum: 31.12.09 17:01

KREIS KLEVE. In Deutschland dürfen ab dem 1. Januar 2010 keine Eier mehr aus konventioneller Käfighaltung erzeugt werden. Ab diesem Datum gelten hierzulande keinerlei Ausnahmeregelungen mehr für Landwirte, die Legehennen in den bislang üblichen Käfigen gehalten haben. Die so genannte "Legebatterie" ist damit in Deutschland Geschichte. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin.

Nahezu drei Viertel der Legehennenhaltungen in Deutschland seien in den vergangenen Jahren auf andere, tiergerechtere Haltungsformen umgerüstet worden. Damit nehme Deutschland, so der RLV, beim Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung in Europa eine Führungsrolle ein. In den übrigen EU-Ländern gelte das Käfigverbot erst ab 2012.

Der frühzeitige Ausstieg aus der Käfighaltung in Deutschland habe allerdings einen negativen Einfluss auf die deutsche Eierproduktion, betont der RLV. Insgesamt würden in Deutschland weniger Eier produziert. So hätten gerade kleinere Betriebe nicht mehr die hohe Investitionen in neue Ställe getätigt, sondern die Legehennenhaltung eingestellt. Inzwischen stamme nur noch jedes zweite Ei, das hierzulande gegessen würde, aus Deutschland, stellt der Verband fest. Andere Länder hätten dagegen ihre Marktanteile ausgebaut. Vor allem die Niederlande hätten mehr Eier in Deutschland abgesetzt. Wichtiges Ziel für 2010 müsse es nun sein, die verloren gegangenen Marktanteile auf dem Eiermarkt wieder zurückzuholen, betont der RLV. In diesem Zusammenhang appelliert der Verband an die Verbraucher, beim Einkauf auf Eier mit dem Ländercode DE zurückzugreifen.

http://www.kle-point.de/aktuell/neuigkeiten/eintrag.php?eintrag_id=30564

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 Die Legebatterie ist in Deutschland Geschichte
Name: martin Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2065

Datum: 31.12.09 17:02

Berlin - Am 1. Januar 2010 ist die Batteriehaltung für Legehennen in Deutschland endgültig Vergangenheit.
Ab diesem Datum gelten hierzulande keinerlei Ausnahmeregelungen mehr für Landwirte, die Hennen in den seit über 4 Jahrzehnten üblichen Käfigen gehalten haben. "Wer jetzt noch nicht umgestellt hat, produziert entweder weniger oder hört auf", so der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born. Damit spielt er auf die Betriebe an, die bereits vorher parallel zur Käfighaltung einen Teil der Eierproduktion in alternativen Haltungsverfahren hatten. "Aber es werden auch viele kleinere Betriebe ganz aufhören. Die enormen Investitionen in neue Ställe, die durch das Käfigverbot in Deutschland nötig wurden, kann nicht jeder Betrieb schultern", bedauert Born. So ist das wichtigste Ziel für 2010, die verloren gegangen Marktanteile auf dem Eiermarkt wieder zurückzuholen. Denn momentan kommt nur noch fast jedes zweite in Deutschland verzehrte Ei auch aus deutscher Produktion.

Durch den stärksten Eingriff in die deutsche Tierhaltung überhaupt - das Verbot des Käfigs, in dem bis vor zwei Jahren noch drei Viertel aller Eier produziert wurden - ist der Selbstversorgungsgrad von 67 Prozent auf ca. 55 Prozent gesunken. Da ab 2010 in Deutschland Eier nur noch in tiergerechten Haltungssystemen erzeugt werden, appelliert der DBV an die Verbraucher, beim Einkauf den Eier mit dem Ländercode DE den Vorzug zu geben. In der EU gilt das Käfigverbot erst ab 2012. (DBV)

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/agrar_news_themen.php?SITEID=1140008702&Fu1=1262136402

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 Was ändert sich in 2010?
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2072

Datum: 31.12.09 23:40


Im Jahr 2010 gibt es wieder eine Menge Änderungen die jeden Bürger in Deutschland betreffen. Alleine im Bereich der StVO hat sich einiges getan. Aber auch im Bereich Steuern, Gesetze und Rechte gibt es im kommenden Jahr einige Änderungen, die zum Teil von großer Bedeutung sind.

In der StVO ändern sich oftmals nur Kleinigkeiten. Allerdings gibt es sonst einige interessante Neuerungen. In diesem Artikel möchten wir auf ein paar Dinge hinweisen, die sich im Jahr 2010 ändern.

Zum einen wird das Kindergeld um rund 20 Euro pro Kind erhöht. Dies ist nun nicht gerade der Hit, aber immerhin besser als nichts.

Arbeitnehmer die in Kurzarbeit stecken brauchen sich vorerst keine Sorgen machen. Anfangs ist man davon ausgegangen, daß die Regelung für Kurzarbeit nur bis zum Jahresende gültig ist. Man hat nun aber beschlossen, daß diese Regelung um ein weiteres Jahr verlängert wird. Hiermit sollte es möglich sein weniger Kündigungen auszusprechen.

Die Versicherungspflichtgrenze für die gesetzlichen Krankenkassen steigt auf 49.950 Euro. Wer mindestens 3 Jahre oberhalb dieser Grenze verdient, der kann in die private Krankenversicherung wechseln.

Auch im Verbraucherschutz ändert sich einiges. So müssen Banken zukünftig Beratungsgespräche protokollieren und das Protokoll dem Kunden aushändigen. Hierbei sollen Betrugsversuche minimiert werden. Ein Verbraucher hat so die Möglichkeit, eine falsche Beratung nachzuweisen. Dies ist gerade dann wichtig, wenn es zu einem Streitfall vor Gericht wird.

Eine gute Nachricht gibt es in Sachen Energiekosten. Jeder kennt wohl das Problem, wenn man seine Endabrechnung für den Strom bekommt und dann plötzlich ein paar hundert Euro nachzahlen muss. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich nicht mehr nachvollziehen, welches Gerät diesen Strom verbraucht hat. Damit ist nun Schluß, denn es gibt bereits Stromzähler, die den aktuellen Stromverbrauch auf dem PC anzeigen. Somit kann man jederzeit überwachen, wieviel Strom gerade verbraucht wird. Diese Zähler kommen allerdings nur sehr schleppend auf den Markt und sind sehr teuer. Im Jahr 2010 werden diese Zähler Pflicht.

Das Bleiberecht wird vorerst bis Ende 2011 verlängert. Ohne diese Verlängerung hätte Anfang 2010 rund 30.000 Flüchtlingen die Abschiebung gedroht.

Der Steuerfreibetrag steigt auf 8004 Euro. Dies entspricht einer Erhöhung von 170 Euro.

Eier von Hühnern aus Käfighaltung soll es ab Januar 2010 nicht mehr geben. Allerdings hatten bereits schon vor Monaten einige Märkte auf die Bitten der Kunden reagiert und nur Eier angeboten, welche “von glücklichen Hühnern” stammen.

Private TV-Sender wollen im Jahr 2010 ihr Programm in HDTV ausstrahlen. Sat.1, ProSieben und Kabel 1 wollen damit bereits zum Jahresanfang starten. ARD und ZDF wollen dies ab Februar anbieten.

Umweltzonen werden verschärft. In einigen Städten dürfen Autos mit einer gelben Plakette nicht mehr in eine Umweltzone einfahren.

Es ist doch wirklich erstaunlich was sich wieder alles ändert. Allerdings sind sehr viele gute Dinge dabei, die den Bürger wirklich etwas entlasten. Alerdings ist es leider Erfahrungsgemäß so, daß man sich das Geld schnell auf einer anderen Seite wieder zurück holt.

http://www.segapro.net/was-andert-sich-in-2010-2117/

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 Was bringt das Jahr 2010?
Name: martin Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2074

Datum: 02.01.10 20:06


[...]

Solche Jubelgeschichten kann Regionalbauernchef Walter Schütz (Groß-Umstadt) schon lange nicht mehr erzählen. Schweinefleisch, Getreide, Milch: Nur die Hoffnung auf ein Wunder am Weltmarkt und die langfristigen Investitionen in Ställe und Mähdrescher lassen viele Landwirte auch 2010 weiter machen. Rechtzeitig umgeschwenkt haben Axel und sein Vater Friedrich Strauß in Georgenhausen. 30 000 Legehennen gackern in ihren Ställen; bis auf 7000 inzwischen auf dem Boden und nicht mehr in Käfigen. Käfig eier wird es nämlich ab sofort in den Supermarktregalen nicht mehr geben. So wollten's die Verbraucher, der Handel und der Gesetzgeber. 208 Eier isst jeder Deutsche im Jahr, doch ein Drittel wird in der Verwertungsindustrie untergebuttert. Und wie diese Eier erzeugt wurden, erfahre der Verbraucher auch 2010 nicht, sagt Strauß. Dennoch: in die Tierschutzdiskussion ums Ei ist Bewegung gekommen.

[...]

http://www.echo-online.de/suedhessen/darmstadt-dieburg/kreis/art1303,522830

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 Sächsische Eier sind plötzlich knapp
Name: martin Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2084

Datum: 05.01.10 17:55

Von Georg Moeritz
Die meisten Legebatterien sind zum Jahreswechsel verschrottet worden. Sachsens Hühnerhalter bauen ihre Ställe um für die Bodenhaltung.

Dresden - Mehr Platz fürs Huhn: Die Geflügelfarm Lommatzsch und andere große Agrarbetriebe in Sachsen haben die Käfige abgeschafft. Der Lommatzscher Geschäftsführer Holger Dümmel berichtet, dass seine 130000 Tiere künftig „komplett in Bodenhaltung“ untergebracht sind. Je neun Hühner teilen sich einen Quadratmeter Fläche. Die darf zum Teil allerdings aus Rosten bestehen, die übereinander angebracht sind.

Damit verzichtet das Unternehmen auf mehr als ein Drittel seiner Tiere, um den Einzelnen mehr Platz zu geben. Die Eier sind mit einer 2 gekennzeichnet statt mit der 3 für Käfighaltung. Dümmels Unternehmen folgt damit neuen Vorschriften: Seit Jahresanfang ist Käfighaltung in Deutschland verboten – eigentlich schon seit einem Jahr, aber die Sachsen nutzten noch eine Ausnahmegenehmigung. Schließlich hatten sie nach der Wende ihre Anlagen erneuert.

Käfig-Eier gibt es noch

Käfig-Eier mit der aufgedruckten 3 gibt es weiterhin zu kaufen. Sie stammen aus anderen EU-Staaten wie den Niederlanden oder Frankreich, die erst in zwei Jahren die Käfige abschaffen müssen – oder aus „Kleingruppen“. Die bieten zwar etwas mehr Platz als die alten Käfige, aber laut Tierschutzbund-Sprecher Marius Tünte „suggerieren sie nur, dass sie tiergerecht sind“.

Der Vorsitzende des sächsischen Landestierschutzbundes, Peter Vater, freut sich über die Umstellung in den Großbetrieben: Die Bodenhaltung sei jedenfalls „ein Fortschritt“. Vorher hatte ein Huhn im Käfig nur etwa die Fläche eines Briefbogens zur Verfügung.

Um Platz für den Umbau zu schaffen, haben Sachsens Großbetriebe fast eine Million Legehennen geschlachtet – jede vierte. Bis Ostern sollen die neuen Anlagen mit neuen Tieren besetzt sein, sagt Christian Riedel, Vorsitzender des Sächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes. Doch in der Zwischenzeit fehlen die Eierlieferanten – in ganz Deutschland sind es etwa vier bis fünf Millionen Hennen weniger als voriges Jahr. Damit begründet Riedel, dass die Preise für Eier gestiegen sind. Die Nachfrage habe zudem angezogen, denn Angst vor Cholesterin gebe es kaum noch.

Elf bis zwölf Cent pro Ei erhält ein Lieferant wie die Geflügelfarm Lommatzsch derzeit. Freiland-Eier wie aus Riedels Betrieb sind einige Cent teurer. Allerdings haben Discounter wie Aldi und Lidl schon voriges Jahr Verträge zu günstigen Preisen für dieses Jahr gemacht. Die großen Händler verzichten auf Druck der Tierschützer und Kunden auf Käfig-Eier. Laut Verbandschef Riedel finden die aber noch immer Abnehmer: Großkunden wie Kantinen, Lebensmittelfabriken und Impfstoffwerke. Der Burkauer Lieferant des Dresdner Serumwerks, Ovovac, hat jedoch auch in Bodenhaltung investiert.

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2353390

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 Hofbesitzer investieren viel Geld für glückliche Hühner
Name: martin Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2085

Datum: 05.01.10 17:55

Martin Föll, Geschäftsführer des gleichnamigen Geflügelhofs, sagt’s grad heraus: Würde das endgültige Verbot von Legebatterien nicht seit Jahresbeginn gelten, gäbe es in seinem Betrieb im Großbottwarer Stadtteil Sauserhof noch Käfighaltung. „Der Kunde sollte doch eigentlich selbst entscheiden können, welche Eier er kauft, anstatt es vorgeschrieben zu bekommen“, sagt Föll.

Nicht wenigen Verbrauchern sei es egal, ob die Tiere in Legebatterien, auf dem Boden oder gar auf dem Feld picken und scharren, so Fölls Erfahrung. Ihnen ginge es nur um den Preis. Und der ist für ein Ei aus Bodenhaltung gegenüber einem aus der Batterie nun mal zwei bis drei Cent teurer.
Dennoch hat der Geflügelhalter aus Großbottwar rechtzeitig vorgesorgt. Schließlich bestehe das Verbot von Legebatterien schon seit dem 1. Januar 2009, erklärt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Im vergangenen Jahr hätten diese aber noch weiterbetrieben werden können, wenn Baugenehmigungen für neue Ställe vorlagen und das Landratsamt den Aufschub genehmigt hatte. „Das war eine recht großzügige Übergangszeit“, urteilt Martin Föll. Bereits im Jahr 2000 begann er mit Umbaumaßnahmen für die Bodenhaltung. 2004 entstand ein neues Gebäude für die Freilandhaltung von 10 000 Legehennen. „Wir haben vorgeschafft“, sagt Föll. Dank dessen habe der Bestand von rund 20 000 Hennen konstant gehalten werden können. Ganz fertig mit den Baumaßnahmen ist Föll noch nicht. Der zweite Teil der alten Stallungen – die jetzt leer stehen – muss noch umgerüstet werden. Unterm Strich kommt eine stolze Summe für all die Investitionen zusammen: Rund 700 000 Euro kosten die neuen Hühnerställe samt Einrichtung und Maschinen.
Rechtzeitig mit dem Umbau der Legebatterien begonnen hat auch Thomas Giek aus Möglingen. 2003 entstand auf dem Geflügelhof seiner Familie ein neuer Stall, 2006 wurden die ersten Käfige abgebaut und auf Bodenhaltung umgerüstet. Im Herbst 2009 waren schließlich alle 9000 Hühner artgerecht untergebracht. „Wir waren froh, dass es noch das eine Jahr Aufschub gab“, zieht Giek Bilanz. Der finanzielle und zeitliche Aufwand sei doch sehr hoch gewesen. Konkrete Zahlen möchte er nicht nennen. Thomas Giek kennt auch kleinere Betriebe im Strohgäu – mit weniger als tausend Legehennen –, die aufgegeben haben, weil sich die erforderlichen Investitionen für sie nicht rechneten.
Mächtig viel zu tun gibt es noch auf dem Auhof in Affalterbach. „Wir sind noch voll dran“, berichtet Martin Bärlin. Die komplette Inneneinrichtung der Ställe müsse noch umgerüstet werden. Die Verspätung hat freilich einen Grund: Zwischen dem Hühnerhofbesitzer und der Gemeinde Affalterbach schwelte mehr als 17 Jahre ein Streit, den der Verwaltungsgerichtshof erst im Frühjahr 2009 beendet hat. Es ging dabei um den Abstand des Betriebs zum Wohngebiet „Näherer Grund“. Bärlin hat jetzt die Erlaubnis, 23 000 Hennen zu halten. „Vorher habe ich natürlich nicht ins Blaue investiert“, sagt er. In einem Stall sind die Käfige abgebaut, im anderen soll das noch diesen Monat passieren. Bis dahin muss der Geflügelhalter die Eier einkaufen, bevor er sie im Hofladen den Kunden anbietet. Und das merken die natürlich am Preis. Martin Bärlin will den Umbau so schnell wie möglich über die Bühne kriegen. „Die riesige Siloanlage auf dem Hof habe ich schließlich nicht aus Spaß, sondern nur für die Hühnerhaltung gebaut“, sagt er.

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2353390

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 Aus für Legebatterien: Umstellung dauert Monate
Name: martin Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2088

Datum: 06.01.10 20:59

Dötlingen / Meinernsen. Nach dem Aus für Legebatterien wird die Geflügelwirtschaft in Niedersachsen noch Monate brauchen, bis sie die Haltung der Hennen vollständig umgebaut hat. "Es gibt noch eine ganze Reihe von Betrieben in der Umstellungsphase. Diese wird mindestens ein halbes Jahr dauern", sagte der Präsident des Landesverbandes der Geflügelwirtschaft, Wilhelm Hoffrogge, in Dötlingen (Kreis Oldenburg) am Dienstag.

Seit dem 1. Januar ist das Halten von Hennen in Legebatterien in Deutschland endgültig verboten und damit zwei Jahre früher, als es das EU-Recht verlangt. Der Tierschutzbund kritisiert dieses Verbot als nicht ausreichend. Die großen Betriebe in Niedersachsen stellten meist auf die ebenfalls nicht artgerechten Kleingruppenkäfige um, sagte die Vorsitzende Vera Steder in Meinersen (Kreis Gifhorn). "Die Hühner sind dort auf geringfügig größerem Raum eingesperrt. Sie können dort ihr Gefieder nicht pflegen, sie können nicht aufflattern, und sie können nicht im Sand baden." Statt zu fünft oder zu sechst würden nun rund 60 Tiere in einem größeren Käfig sitzen.

Wegen des Verbots ist nach Angaben von Hoffrogge die Zahl der Legehennen in Niedersachsen von rund 13 Millionen auf etwa 9 Millionen gesunken. "Da Hühner nicht von einem Haltungssystem in ein anderes umgestallt werden können, haben sich die Betriebe darauf eingerichtet, dass die Legeperiode mit Ablauf des Jahres 2009 endet" Hoffrogge. "Nach 14 Monaten werden Legehennen im Normalfall geschlachtet." Bevor die Betriebe jedoch neue Hühner anschaffen können, müssen sie die neuen Haltungssysteme installieren, die Ställe renovieren und vorher eine Baugenehmigung beantragen.

300 Millionen Euro würden sie landesweit in den Umbau der Ställe investieren. "Das ist eine große finanzielle Belastung", sagte Hoffrogge. Zumal während der Umstellungsphase die Einnahmen fehlten. "Wir produzieren jetzt schon weniger Eier. Das bekommt auch der Verbraucher zu spüren - die Eier sind teurer geworden." Um die Nachfrage bedienen zu können, müssen mehr Eier importiert werden. Mittlerweile stammt jedes zweite Ei aus dem Ausland, vor einiger Zeit war es noch jedes dritte. Dass Deutschland den Ausstieg aus der Batterie-Käfighaltung früher als die anderen EU-Länder eingeführt hat, sieht Hoffrogge deshalb als großen Wettbewerbsnachteil.

In Niedersachsen leben nach Angaben der Geflügelwirtschaft 5 Prozent der Legehennen in Bio-, 15 Prozent in Freiland-, 15 Prozent in Kleingruppen- und mit 65 Prozent der Großteil in Bodenhaltung. Auch letztere sieht der Tierschutzbund kritisch. "Die Freilandhaltung ist die einzige artgerechte Haltung", sagte Steder. "Allerdings muss man dort besondere Zuchtlinien einsetzen, damit es nicht zum Federpicken und anderen Verletzungen kommt." Verbrauchern empfiehlt sie ausschließlich Eier aus Bio- oder Freilandhaltung zu kaufen, die mit einer 0 oder 1 markiert sind. (dpa)

http://www.hna.de/niedersachsenstart/00_20100105203000_Aus_fuer_Legebatterien_Umstellung_dauert_Monat.html

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 Aus "Batterie" in Freilaufstall
Name: martin Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2089

Datum: 07.01.10 19:27

Von Susanne Müller

GESETZESÄNDERUNG Besitzer von "Freddys Hühnerhof" stellt Tierhaltung um / Derzeit wenige Eier auf dem Markt

Die engen Käfigbatterien für Legehennen sind seit Jahresanfang verboten. Seither dürfen die Tiere nicht mehr in Batterie-Käfige gepfercht werden - sie haben nun gegenüber der bisherigen gesetzlichen Mindestfläche eines Legehennenkäfigs von 550 Quadratzentimetern - weniger als ein DIN-A4-Blatt - Anrecht auf einen Platz in der so genannten Kleingruppenhaltung. Hier leben 30 bis 60 Hühner in einem Käfig mit Nestern und Scharrbereich, in dem jedes Huhn mindestens 890 Quadratzentimeter Platz hat - die Größe eines Aktendeckels. Damit wird hier schon jetzt eine EU-Richtlinie umgesetzt, die die Einzelkäfighaltung ab 2012 EU-weit untersagt.

"Ich habe das nicht abgewartet, ich habe sogar weiterreichend umgestellt - statt Volieren habe ich nun Bodenhaltung", sagte Freddy Ehret. Er betreibt in Rheindürkheim am Sommerdamm "Freddys Hühnerhof", schon seit einem Jahr bietet er seinen tausenden Hühnern Bodenhaltung. Davor, bevor in Deutschland sich die Gesetzeslage änderte, hatte auch er bis 2008 zehntausende Hennen in so genannten Batterie-Käfigen gehalten. "Und nun, mit Beginn des Jahres 2010, kommt ein weiterer Stall dazu, in dem die Hühner ebenfalls in Bodenhaltung leben", erklärte er - belegt wird das neue Gebäude im Februar. Umgebaut und neu gebaut wurden die Stallungen für 30 000 und 80 000 Hennen in Gimbsheim: "Am Standort Rheindürkheim sind nur noch Verwaltung und der gesamte Verpackungs- und Vertriebszweig angesiedelt", erklärte Ehret. Dies sei sinnvoll, da so die Tierhaltung völlig abgetrennt sei - auch wegen seuchenrechtlicher Anforderungen.

Um einen Bodenauslaufplatz zu schaffen, seien pro Henne rund 25 Euro investiert worden, deutete Ehret die Summe an, die er investiert hat in die neue Haltungsform. Immer noch steht er der neuen Gesetzeslage kritisch gegenüber: "Für den Tierschutz hat das wenig gebracht", sagte er - denn eine Boden- oder Freilaufhaltung sei nicht europaweit vorgeschrieben Und deshalb würden rund die Hälfte der in Deutschland verbrauchten Eier aus osteuropäischen Ländern eingeführt: "Und hier haben es die Hennen noch schlechter als vorher bei uns in den Käfigen", so seine Meinung.

Die Verbraucher sagten zwar immer, dass sie nur Eier von "glücklichen Hühnern" wollten, aber immer noch griffen allzu viele nach den Eiern, die am wenigsten kosteten. "Außerdem können die wenigsten etwas mit der Kennzeichnung anfangen - und: Die großen Discounter haben Verträge mit Erzeugern aus Nachbarstaaten, und können deshalb Eier aus Freilauf- oder Bodenhaltung zu 1,39 Euro für zehn Stück anbieten".

Das könne er nicht, seine Produktionskosten seien höher. Deshalb hoffe er darauf, so Ehret, dass die Verbraucher bereit seien, auch höhere Preise zu zahlen für Eier, die in Deutschland und in der Nähe erzeugt werden. Derzeit seien sie das, so Ehret, denn in Deutschland herrsche gerade Eierknappheit, die Preise seien deswegen gestiegen. "Mit Jahresbeginn haben nicht wenige Eier-Erzeuger die Produktion eingestellt, gerade kleine konnten sich die Umstellung ihrer Anlagen entsprechend der neuen Vorschriften nicht leisten und haben aufgegeben. "Und deshalb fehlen nun rund 48 Prozent an Hühnern im Vergleich zu früher", erläutert er.

http://www.wormser-zeitung.de/region/worms/meldungen/8154772.htm

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 Die Haltung von Legehennen in herkömmlichen Käfigen ist seit Jahresbeginn verbot
Name: martin Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2090

Datum: 07.01.10 19:27

NEURUPPIN - Seit Anfang dieses Jahres ist in Deutschland die Käfighaltung für Legehennen abgeschafft. Naturschützer und Eierproduzenten sind geteilter Meinung; den Kunden bleibt nur der Blick auf die Eierschale, um sich zu informieren. Boden- oder Freilandhaltung, ökologisch oder in Kleingruppen – der Käufer hat die Qual der Wahl.

Die engen Batteriekäfige gibt es nicht mehr, aber die Eierproduktion soll weiterhin rentabel sein. Deshalb sind Massentierhaltung und das frühzeitige Schlachten der Tiere, wenn sie unrentabel werden, (meist schon nach einem Jahr) auch weiter an der Tagesordnung und wohl kaum zu umgehen, will man den Bedarf befriedigen. Da jeder Deutsche im Jahr über 200 Eier verzehrt, sind Importe aus anderen Ländern auch weiterhin notwendig. Bis Ende 2011 ist die Haltung von Legehennen in Batteriekäfigen in anderen EU-Ländern noch zulässig, was zu Wettbewerbsnachteilen für die deutschen Produzenten führen kann.

Der Kreis Ostprignitz-Ruppin (OPR) ist von der Regelung nicht betroffen, da es keine Käfighaltung mehr gab. Der letzte Betrieb mit Käfighaltung im Kreis Oberhavel hat seinen Betrieb bereits 2008 umgestellt.

Für den Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes im Kreis OPR, Sven Deter, ist die Abschaffung der Käfighaltung in Deutschland kein allzu großer Fortschritt: „ Wir bekommen billige Eier weiterhin aus den Geflügelfarmen hinter der deutsch-polnischen Grenze, so wie in den vergangenen Jahren auch.“ Kunden sollten sich die Eierkennzeichnung genau ansehen oder ihre Produkte bei Direktvermarktern kaufen.

Auf Gut Hesterberg bei Neuruppin scharren die Hühner auf der Wiese. Ein transportabler Stall, der etwa alle drei Monate versetzt wird, sorgt dafür, dass frisches Gras zur Verfügung steht. Die Legeleistung beträgt allerdings nur etwa 87 Prozent gegenüber konventioneller Haltung und die Eier sind etwas teurer. Zum Schlafen und Eierlegen gehen die Hühner auf eine höhere Stall-Etage. „Die Eier bleiben sauber und durch das ständige Versetzen des Stalls wirken wir der Verschmutzung von Boden und Hühnern entgegen“, sagt Brigitte Hesterberg.

Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bewertet das endgültige Auslaufen der Käfighaltung als großen Fortschritt für den Tierschutz in der Legehennenhaltung. „Ich begrüße diese Entwicklung sehr“, so Lindemann. „Das Ei ist Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung und liefert ein umfangreiches Nährstoffangebot.“

Auch für Matthias Rott vom Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft des Kreises Ostprignitz-Ruppin sind Tierschutz und gesunde Ernährung wichtige Kriterien. „Es ist allerdings eine Tatsache, dass Eier aus der Käfighaltung weniger mit Erregern belastet sind als Eier aus der Bodenhaltung“, sagt der Fachmann. Auch die Größe der Anlage ist nicht zwingend ein Grund für auftretende Probleme. „Salmonellen kommen in der Regel in kleinen Anlagen vor, wo Eier vor dem Verkauf gesammelt werden“, sagt Matthias Rott. (Von Cornelia Felsch)


http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11698520/61299/Gefluegelzucht-Die-Haltung-von-Legehennen-in-herkoemmlichen-Kaefigen.html

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 Das Jahr 2010 bringt Änderungen...
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2091

Datum: 09.01.10 20:20


Sonntag, 3. Januar 2010

Das Jahr 2010 bringt verschiedene Änderungen, die alle Lebensbereiche betreffen. FAKTuell informiert, was ab diesem Jahr alles anders ist.

Schwangerschaft:
Ein Arzt muss eine Schwangere mit einem auffälligen Befund über das Leben mit einem geistig oder körperlich behinderten Kind und das Leben von Menschen mit Behinderungen informieren. Entschließt sich die Frau zu einem Schwangerschaftsabbruch, müssen zwischen Beratung und Abtreibung drei Tage Bedenkzeit liegen.

Kindergeld:
Es gibt mehr Kindergeld. Für das erste und zweite Kind sind es monatlich 184 Euro statt bisher 164 Euro, für das dritte Kind 190 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind 215 Euro. Der jährliche Kinderfreibetrag, der anstelle des Kindergeldes genutzt werden kann, steigt von 6.024 auf 7.008 Euro.
Nichts davon haben Hartz-IV-Empfänger. Das Geld wird mit ihrem Anspruch verrechnet. Erwachsene Kinder, die gerade in einer Ausbildung sind, werden nur noch bis zum 25. Lebensjahr unterstützt. Damit fällt die bisherige Grenze von 27 Jahren weg. Sie wird allerdings stufenweise gesenkt. Für Geburtsjahre bis 1981 gib es noch Kindergeld bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres. 82er Jahrgänge erhalten es bis 26 Jahre und alle anderen nur noch bis 25.

Pfändungsschutz:
Wer Schulden hat, soll künftig leichter über Geld für den täglichen Bedarf verfügen können. Ab Juli 2010 greift die Reform des Kontopfändungsschutzes.
Verschuldete Haushalte, deren Konto gepfändet ist, können ein Pfändungsschutzkonto einrichten. Darauf ist ein Betrag von monatlich 985,15 Euro vor Pfändung geschützt und kann vom Schuldner für den alltäglichen Bedarf wie Miete, Energie und Lebensmittel verwendet werden. Bisher müssen Schuldner eine Gerichtsentscheidung über die Freigabe in Höhe des für ihn geltenden Freibetrags erwirken. Andernfalls ist ihr gesamtes Vermögen gesperrt.

Fernsehen:
Fernsehzuschauer können bald bei einer Reihe von Privatsendern das hochauflösende Fernsehen (HDTV) empfangen. Sat.1, ProSieben und Kabel 1 wollen die neue Technik einführen, ARD und ZDF folgen Mitte Februar zu Beginn der Winterspiele. Allerdings überlegen die Privatsender derzeit, eine Extra-Abgabe dafür zu verlangen. Nur wer die zahlt, soll HDTV empfangen können.

Unterhaltszahlungen:
Jährlich können bis zu 13.805 Euro der Unterhaltszahlungen an Ex-Gatten oder getrennt lebende Ehepartner beim Finanzamt geltend gemacht werden. Künftig dürfen auch die Aufwendungen für die Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben abgesetzt werden. Die Höchstsumme, die als Unterhaltszahlungen an bedürftige Angehörige oder Lebensgefährten abgesetzt werden kann, steigt von maximal 7.680 auf 8.004 Euro.

Trennungskinder:
Der Unterhaltsanspruch für Trennungs- und Scheidungskinder wird angepasst. Der genaue Satz der Anhebung steht nach Angaben des zuständigen Oberlandesgerichts Düsseldorf noch nicht fest. Die neue "Düsseldorfer Tabelle" soll aber in diesen Tagen veröffentlicht werden. Sie gilt bundesweit als Richtschnur für die Höhe der Unterhaltszahlungen. Nach Schätzungen von Fachanwälten steigen die Unterhaltssätze um durchschnittlich 13 Prozent.

Einkommensgrenzen:
Besserverdiener werden monatlich etwa 18 Euro mehr an Sozialabgaben zahlen müssen. Das liegt an der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen. Sie folgen der Entwicklung der Einkommen. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze um je 100 Euro auf monatlich 5.500 Euro im Westen und 4.650 Euro im Osten. In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung wird die Grenze um 75 Euro auf 3.750 Euro nach oben verschoben. Oberhalb dieser Grenzen sind keine Sozialabgaben auf das Einkommen fällig.

Steuern:
Seit 1. Januar können Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge voll steuerlich geltend gemacht werden. Zuvor fielen die Beiträge unter sonstige Vorsorgeaufwendungen. Diese "Sonderausgaben" konnten Arbeitnehmer nur bis zu 1.500 Euro beim Fiskus anmelden, Selbstständige bis zu 2.400 Euro. Es können jedoch nur Ausgaben für eine Basisversorgung, die der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht, abgesetzt werden. Nicht eingeschlossen sind Extras wie eine Chefarztbehandlung, die durch Zusatz- oder Wahltarife dazugebucht werden. Vier Prozent werden pauschal für den Anspruch auf Lohnfortzahlung abgezogen.

Lohnsteuerklassen:
Berufstätige Ehepaare bekommen 2010 mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei der Lohnsteuerklasse. Bisher können sie sich entscheiden, wer Steuerklasse III und wer Klasse V nimmt. In dem Fall werden alle Frei- und Pauschbeträge der Lohnsteuerklasse III zugeordnet. Der Partner mit der Klasse V hat deutlich höhere Abzüge. Nun wird ein Faktorverfahren eingeführt, wo bei jedem Ehepartner schon über das Jahr die Freibeträge zugeordnet werden. Bisher konnte der Partner mit der ungünstigeren Steuerklasse erst am Jahresende über eine gemeinsame Veranlagung profitieren. Ein ähnlicher Effekt ergibt sich durch die Lohnsteuerklassenwahl IV/IV, bei der Frei- und Pauschbeträge gleichmäßig zwischen Eheleuten verteilt werden.

Freibetrag:
Im neuen Jahr bleibt mehr vom Einkommen steuerfrei. Der Grundfreibetrag steigt von 7.834 Euro auf 8.004 Euro für Ledige und von 15.669 auf 16.009 für verheiratete Paare. 8.004 Euro bzw. 16.009 Euro bleiben somit künftig nach Abzug von Werbungskosten und anderen Aufwendungen vom Zugriff des Fiskus verschont. Zugleich steigt die Summe, die der volljährige Nachwuchs verdienen darf, ohne dass der Anspruch auf Kindergeld verloren geht. Dieser Grenzbetrag wird auf 8.004 Euro angehoben. Ein Ergebnis: Weniger Rentner müssen eine Steuererklärung machen.

Rentner:
Die gesetzliche Rente 2010 wird für Rentner höher versteuert. 40 Prozent der gesetzlichen Rente steuerfrei. 60 Prozent müssen versteuert werden. Ausgegangen wird von der Bruttojahresrente.
Liegen die Einkünfte der Rentner unter den neuen Grundfreibeträgen, können sie beim Finanzamt einen Antrag auf Ausstellung einer Nichtanlagebescheinigung stellen. Dieser Freibrief gilt dann für drei Jahre.

Hotelgewerbe:
der Mehrwertsteuersatz im Hotelgewerbe sinkt von 19 auf sieben Prozent. Übernachtungen könnten dadurch billiger werden, vorausgesetzt, die Hotels nutzen das Geld nicht anderweitig.

Kurzarbeitergeld:
Die Kurzarbeiter-Regelung ist um ein Jahr verlängert worden. Unternehmen können Kurzarbeitergeld, das sie 2010 erstmals beantragen, aber nur noch maximal 18 Monate beziehen. Aktuell sind es bis zu zwei Jahre.

Zinsschranke:
Die Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen werden erleichtert. Die Freigrenze bei der Zinsschranke, die den steuerlichen Abzug von Schuldzinsen beschränkt, wird auf drei Millionen Euro erhöht.

Künstlersozialkasse:
Der Beitragssatz sinkt von 4,4 auf 3,9 Prozent. Die Künstlersozialversicherung sorgt für die Alterssicherung von Freiberuflern.

Anlageberatung:
Seit 1. Januar müssen Banken ihre Beratungsgespräche über Geldanlagen protokollieren. Vermerkt werden neben der Dauer und dem Anlass des Gesprächs auch die finanzielle Ausgangslage sowie die Wünsche der Kunden.
Der Berater muss begründen, warum er gerade ein bestimmtes Produkt einem bestimmten Kunden empfohlen hat. Verbraucher sollen mit dieser neuen Regelung mehr Möglichkeiten bekommen, Fehlberatungen nachzuweisen.
Schadenersatzansprüche verjähren in solchen Fällen nicht mehr wie bisher drei Jahre nach Vertragsschluss. Die Frist beginnt erst, wenn der Anleger vom Schaden erfährt, sie endet allerdings nach zehn Jahren.

Verbraucherkredite:
Am 11. Juni tritt eine neue Verbraucherkreditrichtlinie in Kraft. Banken und Sparkassen, Hersteller und Händler müssen schon in der Werbung transparente Angaben zum effektiven Jahreszins machen. Das soll Lockangebote eindämmen.

Krankenkassen:
Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (KV) steigt von 48.600 Euro auf 49.950 Euro pro Jahr. Wer drei Jahre lang oberhalb dieser Schwelle verdient, kann in die private KV wechseln. Zudem können alle Krankenkassen von 2010 an Pleite gehen. Das betrifft auch Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK) und andere regionale Kassen. Bislang waren nur Kassen unter Bundesaufsicht - wie Barmer und DAK - insolvenzfähig. Bei einer Pleite haften die anderen Kassen der jeweiligen Kassenart.

Zusatzbeiträge:
n diesem Jahr werden viele Krankenkassen zum ersten Mal Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen. Ist der Zusatzbeitrag höher als acht Euro muss die Krankenkasse das Einkommen ihrer Versicherten darauf überprüfen, ob sie sich die Beiträge noch leisten können.

Pflegeleistungen:
Im Zuge der Pflegereform im vergangenen Jahr sind die finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung erneut angehoben worden. Sowohl in der häuslichen als auch in der stationären Pflege gibt es 2010 mehr Geld für Betroffene.
In der vollstationären Pflege steigt der monatliche Betrag nur für Schwerstpflegebedürftige in Stufe III von 1.470 auf 1.510 Euro. Beim Pflegegeld geht es in allen drei Stufen um zehn Euro nach oben: auf 225, 430 und 685 Euro. In der Kurzzeitpflege steigt der Satz für alle Pflegestufen von 1.470 auf 1.510 Euro.

Rürup-Rente:
Berufstätige können mehr von ihren Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung, für berufliche Versorgungswerke und Rürup-Verträge von der Steuer absetzen. So steigt etwa bei der Basis-Versicherung über sogenannte Rürup-Renten der steuerlich absetzbare Beitragsanteil von derzeit 68 auf 70 Prozent.

Riester-Rente:
Rentner dürfen staatliche Zulagen für ihre private Riester-Rente künftig auch bei einem Umzug ins Ausland behalten. Bisher mussten die Zuschüsse und Steuerersparnisse ans Finanzamt zurückgezahlt werden.

Käfig-Eier:
Seit 1. Januar ist in Deutschland endgültig das Halten von Hennen und damit die Produktion von Eiern in Legebatterien verboten. Bisher gab es noch Ausnahmen. In deutschen Supermärkten gibt es nun keine Käfig-Eier mehr. Darüber hinaus treten zum 1. Juli neue EU-weite Regeln zum Schutz vor Verunreinigungen in Lebensmitteln in Kraft.

Kalorien:
In der EU wird der Energiewert von Nahrungsmitteln künftig nicht mehr in Kalorien berechnet, sondern nur noch in Kilojoule. Mit einer neuen Verordnung setzt die Europäische Union ein einheitliches Maßsystem, das SI-System, durch.

Handytarife:
Ab 1. Juli darf eine abgehende Telefonminute einen deutschen Handykunden in der EU nicht mehr als 46 Cent kosten. Wer im europäischen Ausland auf dem Handy angerufen wird, zahlt ab Juli nur noch 15 Cent (brutto). Die EU fordert zudem, dass das Abhören der Mailbox im Ausland ab 2011 kostenlos sein soll.
Mit dem Handy im Internet zu surfen oder große Datenmengen via MMS zu verschicken, bleibt aber weiter teuer. Deswegen gilt für alle Kunden EU-weit ab 1. Juli eine Kostensperre, die die Verbindung im Ausland ab einem Betrag von 50 Euro (netto) automatisch trennt. Wer das nicht möchte, muss bis Ende Juni ausdrücklich Widerspruch einlegen.

Servicenummern:
Ab 1. März gilt für Servicenummern, die mit 0180 beginnen, eine Preisangabepflicht für Anrufe aus dem Mobilfunk. Wer etwa bei einem TV-Gewinnspiel mitmacht, wusste bislang nie, wie viel ihn das tatsächlich kostet.
"Der Anruf kostet 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, vom Handy kann es ein wenig teurer sein", heißt es bislang schwammig. Hier muss künftig laut Telekommunikationsgesetz der Maximalpreis genannt werden. Dieser wird zudem für Handyanrufe bei 0180er-Nummern ab 1. März auf 42 Cent pro Minute (oder 60 Cent pro Telefonat) begrenzt; beim Festnetz sind es 14 Cent pro Minute oder 20 Cent pro Anruf. Derzeit verlangen manche Unternehmen bis zu einem Euro pro Minute. Zudem werden Regelungen gegen untergeschobene Wechselverträge eingeführt.

Widerrufsfrist:
Für ersteigerte Waren gilt eine vierwöchige Widerrufs- und Rückgabefrist - egal ob im Internet oder im stationären Handel geboten wurde. Ab 11. Juni wird diese Frist im Netz auf zwei Wochen verkürzt und damit den anderen Online- und Fernabsatzgeschäften angeglichen. Bei Auktionshäusern in der Einkaufsstraße bleibt es hingegen bei der Vier-Wochen-Regel. Bei nicht ersteigerten Waren sind Geschäfte hingegen nicht gesetzlich verpflichtet, Kaufverträge innerhalb von zwei Wochen rückgängig zu machen.

Datenschutz:
Der Gesetzgeber hat umfassende Neuerungen im Datenschutzrecht beschlossen. Die erste Novelle, die das Nutzen personenbezogener Daten für Werbezwecke nur noch im Ausnahmefall ohne Einwilligung des Verbrauchers erlaubt, gilt bereits seit September.
Die zweite Novelle greift im April und stellt höhere Anforderungen an Auskunfteien wie Schufa, Creditreform und Bürgel. Sie sind künftig verpflichtet, über ihre Bewertungsmethoden der wirtschaftlichen Verhältnisse von Verbrauchern - das Scoring - Auskunft zu geben. Dabei soll transparent werden, welche Merkmale den Score-Wert beeinflussen.

Stromzähler:
Intelligente Stromzähler werden ab Januar in Neubauten und bei umfassenden Umbauten Pflicht. Diese Smart-Meter sollen helfen, Energie zu sparen. Im Gegensatz zum alten Zählerkasten bieten digitale Strommesser die Möglichkeit, den Verbrauch am heimischen Computer zu prüfen. Ab Ende 2010 müssen Versorger zudem Tarife anbieten, die die unterschiedlichen Erzeugerkosten zu den jeweiligen Tageszeiten weitergeben. Experten rechnen mit einem Sparpotenzial von zehn bis 30 Prozent.

Stromverbrauch:
Um den Stromverbrauch bei Haushalts- und Bürogeräten flächendeckend zu senken, treten ab 2010 schrittweise erhöhte Energieeffizienzvorgaben der EU für Waschmaschinen und Trockner, Kühl- und Gefriergeräte, Computer und Staubsauger, Klimaanlagen und Lüftungstechnik in Kraft. Für Kühl- und Gefriergeräte gelten ab Juli 2010 neue Verbrauchsobergrenzen.

Abgasplakette:
Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU) für Autos werden zusammengelegt. Die sechseckige AU-Plakette auf dem vorderen Kennzeichen fällt weg, Nachweis ist künftig die runde HU-Plakette auf dem hinteren Nummernschild.

Pakete:
Der Paketdienst der Deutschen Post DHL hat die Preise erhöht. Ein Päckchen kostet künftig 4,10 Euro statt 3,90 Euro. Für ein Paket bis 20 Kilo müssen Kunden 10,90 Euro zahlen. Wer das Porto für seine Päckchen und Pakete nicht in der Filiale, sondern im Netz kauft, zahlt weiter die alten Tarife. Zudem plant die Deutsche Post, in den nächsten Monaten erstmals einen datengeschützten Internet-Brief auf den Markt zu bringen. Die Tarife stehen noch nicht fest.

Gendiagnostik:
Die arbeitsrechtlichen Regelungen des Gendiagnostikgesetzes treten am 1. Februar in Kraft. Danach sind genetische Untersuchungen am Arbeitsplatz grundsätzlich verboten.

Personalausweis:
Im November 2010 soll der elektronische Personalausweis mit einem Chip kommen. Mit einem Lesegerät soll es möglich sein, sich über das Internet auszuweisen, zum Beispiel beim Online-Banking. Eine Umtauschpflicht für die Ausweise ist nicht geplant.

Sonnenstudio:
Betreibern von Sonnenstudios, die Minderjährigen den Besuch einer Sonnenbank gestatten, drohen ab 1. März Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro.

Rolltreppe:
Seit diesem Jahr ist es in der EU untersagt, auf Rolltreppen Kinderwagen mitzunehmen. Eltern werden in vielen Geschäften bereits jetzt durch Poller vor den Rolltreppen daran gehindert, mit einem Kinderwagen aufzufahren.

Erben:
Geschwister, Neffen und Nichten müssen bei Erbschaften ab 75.000 Euro künftig 15 statt 30 Prozent Steuern zahlen, bei Erbschaften ab 13 Millionen Euro 35 statt bisher 40 Prozent. Die Pflege von Angehörigen wird künftig stärker berücksichtigt. Angehörige können in Zukunft aber etwa nach Straftaten auch vom Erbe ausgeschlossen werden.

Entgeltnachweis:
Unternehmen müssen ab dem 1. Januar Lohndaten ihrer Beschäftigten elektronisch an eine zentrale Speicherstelle übermitteln. Ab 2012 sollen dann mit den Daten Anträge auf Leistungen wie Arbeitslosengeld, Wohngeld und Elterngeld entschieden werden.

Umweltzonen:
Die Zahl der Umweltzonen in deutschen Städten ist auf 40 gestiegen. Sieben Kommunen haben ihre Einfahrtverbote verschärft. Fahrzeuge mit roter Plakette dürfen dann nicht mehr in die Zonen fahren. In Berlin und Hannover gilt das Fahrverbot sogar für Autos mit gelber Plakette.
http://www.faktuell.de/content/view/3138/33/

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 Mehr Freiheit für Hühner in neuen Käfigen
Name: martin Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2094

Datum: 16.01.10 20:01

Essen/Recklinghausen. Seit Jahresbeginn geht es den Legehennen in Deutschland besser. Käfige sind nun verboten und größeren Volieren gewichen. Tatsächlich profitieren auch viele mittelständische Landwirte von der Neuregelung. Problematisch ist nur: Im Rest Europas herrscht noch qualvolle Enge.

Wenn Hühner wirklich lachen könnten, dann würden sie es wahrscheinlich tun auf dem Hof von Heinz Feugmann in Recklinghausen. Obwohl sie durch die Mauser gerade ein bisschen gerupft wirken, machen sie einen glücklichen Eindruck auf ihren Stangen. Wer die Bilder von der Käfighaltung im Hühnerknast kennt, freut sich über solche Anblicke und über die Änderung der Haltungsverordnung für Legehennen in Deutschland. Denn Käfighaltung im klassischen Stil ist seit dem 1. Januar verboten. Die Landwirtschaft sieht das allerdings mit gemischten Gefühlen.

Deutschland macht den Vorreiter
Deutschland hat vorgelegt, die restlichen Länder der EU wollen bis spätestens 2012 nachziehen. Die engen Käfige, wo Hennen ohne Bewegungsmöglichkeiten eingesperrt waren, sind nicht mehr erlaubt. Mindestanforderung ist neuerdings die Kleingruppenhaltung in Volieren. Auch nicht die große Freiheit für Hennen, aber man gönnt ihnen etwas mehr Platz und eine artgerechtere Haltung als vorher.

Glaubt man der Landwirtschaftskammer Münster, zuständig für ganz NRW, halten sich die Landwirte an die neuen Regeln. Viele haben rechtzeitig umgestellt auf Kleingruppen-, Boden- oder Freilandhaltung – einige schon lange vorher, wie der Recklinghäuser Ortslandwirt Heinz Feugmann. Sein Problem: „Deutschland hätte nicht den Vorreiter spielen, sondern die Verordnung erst 2012 durchsetzen sollen”, kritisiert der Direktvermarkter. Denn: „Jetzt geht ein Teil der Eier-Produktion ins Ausland, und ob beispielsweise auch die Spanier 2012 nachziehen, wage ich zu bezweifeln.”

Der Druck auf die Eier-Preise ist groß, wird vor allem von der Lebensmittelindustrie angefacht. „Da haben die Riesen das Sagen”, kritisiert Feugmann. Aldi und Lidl z.B. arbeiteten nur noch mit Großproduzenten zusammen. „Die fahren morgens vor und wollen 300 000 Eier der gleichen Größe auf einmal”, erläutert das Bauernverbandsmitglied und lobt gleichzeitig Edeka und Rewe, die mehr mit regionalen, mittelständischen Betrieben kooperierten.

Nach dem Käfig die billigste Variante
Für die Lebensmittelindustrie ist jetzt – nach dem Verbot der Käfighaltung – die Kleingruppenhaltung die billigste Variante. Eier aus Bodenhaltung kosten laut Fachzeitschrift „Top Agrar” 1,5 Cent mehr in der Produktion, aus dem Freilandgehege sogar 2,5 Cent, nicht zu reden von der noch aufwändigeren Biohaltung. „Der Lebensmittelindustrie ist es egal, aus welcher Haltungsform die Eier für ihren Schokopudding oder Kuchen stammen. Sie kauft die billigsten”, bemängelt Feugmann und befindet sich da im Einklang mit der Verbraucherorganisation Foodwatch: „Wir verlangen deshalb, dass auf den Produkten gekennzeichnet werden muss, mit welcher Art von Ei sie hergestellt werden”, erklärt Foodwatch-Sprecherin Sarah Ruhland. Mehr Transparenz für den Käufer also, der im Supermarkt verstärkt zu Freiland- und Bio-Eiern greife.

Die Umstellung auf die tierfreundlichere Haltung sei nicht den Familienbetrieben zu Gute gekommen, sondern der Agrarindustrie. Konkrete Zahlen gibt es noch nicht, ein Experte kann nur Vermutungen anstellen: „Die hohen Umstellungskosten brachen vielen kleineren Bauern mit nur einigen tausend Hühnern das Genick”, erläutert Uwe Spangenberg, Sprecher der Landwirtschaftskammer Münster. Gerade einmal 180 Betriebe mit mehr als 3000 Hühnern teilten sich 2007 in NRW den Großteil der Eier-Produktion – Tendenz sinkend. Insgesamt gackern 3,25 Millionen Hennen zwischen Rhein und Weser.

Landwirt Feugmann ist froh, dass er von der Käfighaltung weg ist. Was sich dort abspielte, hätte er den Kunden seines Hofes nicht gerne gezeigt. Seine Tiere laufen zwar nicht auf der saftig-grünen Wiese herum, aber immerhin: Sie haben Stangen zum Sitzen, können scharren und Eier in ein separates Nest legen, halbwegs artgerecht – oder vielleicht sogar ganz? Das sei schwer zu sagen, sagt Feugmann. Hühner hätten schließlich kein Glücksempfinden wie ein Hund, der mit dem Schwanz wedelt. Und lachen – das weiß Feugmann ganz genau – können Hühner nun einmal nicht.

http://www.derwesten.de/nachrichten/Mehr-Freiheit-fuer-Huehner-in-neuen-Kaefigen-id2392189.html

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 Bei Eiern läuft es noch nicht rund
Name: martin Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2059/2095

Datum: 20.01.10 20:40

Hohenlohe - Die Revolution hat im Stillen stattgefunden. Schon seit Monaten wurden und werden in den Eierbetrieben im Hohenlohekreis die Hallen umgebaut. Wo es noch Käfighaltung gab, ist sie nun abgeschafft, überall gibt es nun mindestens Bodenhaltung. Für die Landwirte bedeutete dies zunächst einmal beträchtliche Investitionen - die Kunden bekommen es derzeit im Supermarkt zu spüren: Die Preise haben sich verteuert, vielerorts gibt es statt deutscher nur noch ausländische Eier.

Angesichts dieser Eierknappheit erlebt Andrea Specht nun immer wieder, dass sie auf ihren Auslieferungsfahrten von Leuten an der Straße angehalten wird. "Die wollen dann Eier bei mir kaufen", erzählt sie. 3000 Legehennen halten die Spechts auf ihrem Hof in Orendelsall, ihre Kunden sind Endverbraucher und Wiederverkäufer. "Wir haben rechtzeitig umgestellt auf Bodenhaltung", berichtet sie. "Große Betriebe haben länger gewartet, und daran hakt es jetzt eben."

Rückkehrer

Matthias Spriegel vom Bretzfelder Geflügelhof Spriegel spürt inzwischen ebenfalls die Eierknappheit. Vor zwei Jahren hat er in seinem Betrieb mit 4000 Hennen die Käfighaltung abgeschafft, berichtet er. Inzwischen träfen selbst bei ihm Anfragen des Großhandels ein, obwohl er auch zu den Kleinbetrieben in der Branche zählt. "Solche Kunden kommen für mich aber nicht inFrage", sagt der Landwirt. Stattdessen liefert er an Endverbraucher wie Privatleute und Bäcker. Und hat festgestellt: "Kunden, die früher bei mir kauften und in letzter Zeit lieber zum Supermarkt gingen, kommen auf einmal wieder."

Einen Eier-Kleinbetrieb bewirtschaftet auch Renate Heinrich: Der Grafenhof Heinrich in Neuenstein-Großhirschbach kommt gerade mal auf 800 Hennen, allerdings in Freilandhaltung. "Wir profitieren natürlich vom Engpass", sagt sie.

Auf der anderen Seite stehen die größeren Hohenloher Betriebe. Erst vor acht Wochen hat Rainer Möhler auf dem Eichelshof in Schöntal seinen Betrieb von Käfig- auf Bodenhaltung umgestellt. 20 000 Hennen hält er - und zieht die rechtlichen Vorschriften in Zweifel. "Meine Käfige habe ich ins ehemalige Jugoslawien verkauft, die waren keine zwölf Jahre alt. Dort werden sie jetzt weiter genutzt, und diese Ware kommt zu uns", ärgert er sich. In Deutschland liege die Eigenversorgung mit heimischen Eiern nur noch bei 45 Prozent, da vor allem die Industrie und andere Großverbraucher weiter die billigeren Käfigeier kaufen - nun eben aus dem Ausland. Die heimischen Landwirte mussten hingegen ihre Bestände vor dem Umbau abschaffen und jetzt mit neuen Hennen wieder starten - auch daher rühre der Engpass, erläutert Möhler. "Dabei könnte ich weiter die Hälfte meiner Produktion auch als Käfigei verkaufen, das interessiert diesen Teil der Kunden nicht."

Ausland profitiert

Beim größten Eiererzeuger der Region, den Hohenloher Naturprodukten in Waldenburg, läuft der Umbau sogar noch, sagt Geschäftsführer Klaus Riehle. 6000 Tiere hält er pro Stall, erläutert er. Zusammen mit anderen Großproduzenten ist er im Goldei-Verbund zusammengeschlossen. Inzwischen sei die Hälfte der Ställe umgebaut, bis Mitte April seien die Arbeiten abgeschlossen, erwartet er. "Unsere Kunden hatten noch bis Oktober zu zwei Dritteln Käfigeier gekauft", berichtet der Geschäftsführer. "Die Nachbarländer lachen sich jetzt ins Fäustchen." In seinen Betrieben würden derzeit jedenfalls keine Eier gelegt. "So etwas dauert ein Jahr, da kann man nicht einfach einen Schalter umlegen."

Rechtliche Änderungen

In Deutschland gehört die Käfighaltung von Legehennen der Vergangenheit an. Seit dem 1. Januar dürfen Landwirte hierzulande keine Eier mehr mit Hühnern in Käfighaltung produzieren. Stattdessen wurde die Kleingruppenhaltung als Mindeststandard festgelegt. Bei Käfighaltung teilten sich bislang vier bis sechs Hennen einen Käfig mit 0,55 Quadratmetern Platz pro Tier. Das ist weniger als ein Din-A-4 Blatt pro Huhn. Bei der Kleingruppenhaltung hat eine Henne 0,8 Quadratmeter, also eine Fläche von etwa fünf EC-Karten mehr als vorher. Außerdem müssen eine Sitzstange, ein Legenest und Einstreu für jedes Tier vorhanden sein. Allerdings gibt es Eier aus Käfighaltung nach wie vor in Supermärkten. Denn das Käfigverbot gilt nur deutschlandweit: In der restlichen EU sind Legebatterien noch erlaubt.

http://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/sonstige;art1919,1744483

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