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 Gemüse ohne Mist
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2171

Datum: 28.05.11 15:50


Anlass der typischen Maxeiner-Miersch-Tierausbeutungspropaganda war der sogenannte "Dioxin-Skandal", doch dank EHEC - Fäkalbakterien, ausnahmsweise nicht wie sonst über Leichenteile oder Drüsensekrete verbreitet, sondern über Güllegurken - ist der Artikel aktuell.

"Ohne Mist kein Gemüse" behaupten sie - man müsse Tiere gefangen halten und umbringen, um Tomaten oder Gurken essen zu können. "Bio funktioniert nur mit einer Portion Fleisch auf dem Teller. Denn der Biolandbau erlaubt lediglich Stallmist, um die Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen."

Also ob es keine veganen Düngemethoden gäbe, keine biovegane Landwirtschaft. Siehe dazu Früher war alles anders: Heute ist alles Mist.

Nun ja, immerhin kann man den Mist, den gewisse Journaille absondert, nicht zum Düngen verwenden. Ihr Gestank dagegen ist so unerträglich wie der der Jauche, die auf die Felder gekippt wird.

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 Ohne Mist kein Gemüse
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/13/2171/2172

Datum: 28.05.11 15:57


Die Welt|
Maxeiner und Miersch


Autor: Maxeiner und Miersch
|
28.01.2011

Ohne Mist kein Gemüse

Von der Hysterie zur Apathie benötigt das Publikum in der Regel vier Wochen. Die Aufregung um Dioxin-Eier verlief wie die meisten Lebensmittelskandale: Moderatorinnen empören sich, Ministerinnen runzeln die Stirn, und irgendwann hört man nichts mehr. Wie üblich wurde auf dem Höhepunkt der Erregungskurve ein Detail übersehen: Gesundheitliche Effekte sind nicht feststellbar.

Die Dioxinbelastung sank in den vergangenen 20 Jahren um zwei Drittel. Was heute eine skandalöse Überschreitung darstellt, war früher normal. Immer geringere Mengen an Schadstoffen werden von einer immer ausgefeilteren Messtechnik entdeckt. Dies ist natürlich keine Entschuldigung für Futtermittelpanscher. Gesetzliche Grenzwerte müssen eingehalten werden, auch wenn sie weit unterhalb dessen liegen, was Menschen gefährden könnte.

Die Eier lieferten den Anlass für eine Vegetarismusdebatte. Sollten wir nicht besser ganz auf tierische Produkte verzichten? Oder zumindest Bio kaufen? Oder am besten beides? "Ich bin Vegetarierin und esse nur Bio. Das hängt ja miteinander zusammen", sagt die Schauspielerin Daryl Hannah. Dazu sei eine kleine Anmerkung gestattet. Liebe Freunde der Lebensreform, ihr müsst euch entscheiden. Wenn alle Vegetarier werden, ist Schluss mit Bio. Bio funktioniert nur mit einer Portion Fleisch auf dem Teller. Denn der Biolandbau erlaubt lediglich Stallmist, um die Pflanzen mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Mineraldünger ist verboten. Biobauern streben einen Kreislauf an, in dem Pflanzen und Tiere sich gegenseitig ernähren. Den Ackerfrüchten ist es übrigens egal, woher sie ihre Nährstoffe beziehen. Es besteht kein chemischer Unterschied zwischen dem Stickstoff im Kuhfladen und im Kunstdünger.

Um den Dung zu nutzen, müsste man die Tiere nicht töten. Doch nach kurzer Zeit wäre die Welt dann vornehmlich von Hühnern und Schweinen bevölkert. Eine andere Alternative könnte der Einsatz menschlicher Exkremente im Pflanzenbau sein. Appetitlich klingt das nicht. So führt der Weg in die vegetarische Zukunft wohl unweigerlich durch die Düngemittelfabrik. Seltsam nur, das man über diese einfache Erkenntnis so selten etwas hört. Vegetarier und Bio-Anhänger sind natürliche Gegner, die sich im gleichen kulturellen Milieu tummeln. Sie kriegen sich nicht in die Wolle, weil beide insgeheim davon ausgehen, dass uns die moderne Landwirtschaft noch eine Weile erhalten bleibt.

http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article12367535/Ohne-Mist-kein-Gemuese.html

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