Name: Achim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/wennesgottnichtgaebe
Datum: 27.01.09 15:09
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Mit dieser Frage beschäftigt sich, neben "... wir so gut riechen könnten wie Hunde?" und "... sich Jugendliche während der Pubertät verpuppen würden?", die Süddeutsche.
Dabei ist "... wenn es Gott gäbe" natürlich die einzige auf dem Niveau von "... wenn die Erde keine Scheibe wäre". Beantwortet wird sie von Michael Schmidt-Salomon, der sich dabei allerdings auf "allmächtiger, allwissender, allgütiger Gott" beschränkt und dann natürlich die Theodizee ausmalt.
Die wie die anderen hypotheistische Frage "... wenn es Gott doch nicht gäbe" wird von einem Theologen sowie einem Erzbischof beantwortet, die es beide schaffen, in wenigen Sätzen ihr psychopathologisches Innenleben zu entblößen.
Zitat:
"Wenn es Gott nicht gäbe, gäbe es zwar auch weiterhin Menschen, die sich bemühen würden, moralisch zu handeln. Doch Moralität wäre dann mit dem Stigma der Unvernünftigkeit belastet. Es ist vernünftigerweise nicht einzusehen, warum man edelmütig und moralisch handeln soll, [...]" Dr. Manfred Lütz, Facharzt für Nervenheilkunde und Psychiatrie, Theologe und Schriftsteller
Und da wundert man sich, daß solche Soziopathen - diese Denkweise ist tehistentyisch - permanent Blutbäder veranstalten.
Zitat:
"Die menschliche Existenz würde sich einem in höchstem Maß unwahrscheinlichen Zufall verdanken. [hat da einer nichts begriffen oder ist das Heimtücke? AS] Es gäbe keine Gerechtigkeit nach dem Tod für die ungezählten Geschundenen der Geschichte. Der Mörder triumphierte endgültig über sein Opfer. Die Liebe wäre nicht ewig, sondern vergänglich, der verweste Leichnam wäre, nach dem Verlöschen der Erinnerung, alles, was vom Menschen bliebe. [Und Kugeln wären rund, Einhörner wären Fabelwesen und die Erde, nun ja, sie wäre keine Scheibe. AS]
[...] Aber: Die Welt ist nicht so! Sie ist nicht finster – Finsternis ist in der Literatur eine Metapher für Gottesferne –, sondern erleuchtet von Gottes Gegenwart. Die kirchliche Liturgie lässt uns dies an Weihnachten wieder erleben."
Robert Zollitsch, Erzbischof von Freiburg und seit Februar 2008 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/176/451884/text/5/
Achim
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