Name: Achim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/5/1020/1021
Datum: 01.04.03 15:55
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"Fressen" ist
- speziesistisch, wenn es speziesabhängig gebraucht wird (also: der Hund frißt, der Mensch ißt).
- nicht speziesistisch, wenn es ein Verhalten wertend beschreibt: "Leichenfresser", "Menschenfresser", auch "ich bin so vollgefressen, ich kriege nichts mehr runter", "Schokoladenpudding könnte ich den ganzen Tag fressen" usw.
Es ist also nicht abwertend, weil es für Tiere gebraucht wird (von Speziesisten), sondern es wird von Speziesisten für nichtmenschliche Tiere gebraucht, weil es abwertend ist.
Eigentlich trivial, oder? Aber naja, wer Probleme mit Wörtern wie "Hühnermenstruationsprodukt" hat ...
>Insofern halte ich Begriffe wie "Leichenfresser" etc. für
>speziesistisch, da sie implizieren, ein homo sapiens äße so,
>wie ein (anderes) Tier.
Eine Annahme, die auf spezisistischem Denken beruht.
Ein Auto, das viel Benzin frißt, ißt also so wie ein NMT? Und wie war das mit dem Lochfraß in der Calgonwerbung? Oder saurem Regen, Säure überhaupt? Alles Fälle, in denen gegessen wird wie NMT?
Annähernd analog scheint mir übrigens die Unterscheidung "trinken/saufen", "Essen"/"Futter", "Hirn"/"Gehirn". Katzennahrung würde ich nie als "Futter" bezeichnen; "Studentenfutter" ist dagegen kein Problem. Hast Du das soweit gefressen?
So, und jetzt kannst Du Dir weiter das Hirn zermartern, wie Du uns an die Karre fahren kannst ...
Achim
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