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Wunderlicher Wandel eines Staatsmannes
Eine schwere Krebserkrankung nahm der slowenische Präsident zum Anlass, seinen Lebensstil und seine Strategie radikal zu ändern. Seine Landsleute sind verwundert, aber auch begeistert.
LAIBACH. Er hat Charisma, darüber sind sich viele Slowenen einig: Und das, obwohl der slowenische Staatspräsident Janez Drnovsek noch während seiner Amtszeit als Regierungschef (1992-2002) als distanzierter Politiker galt. Zum Wandel war es gekommen, als man voriges Jahr bei ihm eine schwere Krebserkrankung diagnostizierte. Drnovsek setzte auf Alternativmedizin, wurde Veganer und zog in ein Berghaus, wo er sein eigenes Brot bäckt. Vor allem kämpft er weltweit mittels ungewöhnlicher Aktionen gegen Unrecht und erntet dafür Beifall wie Verwunderung. So vereitelte er etwa eine Militärparade zum Unabhängigkeitstag, weil sich Slowenien "als Kraft des Friedens" profilieren solle. Drnovsek, der nun vor Energie strotzt, hat mittlerweile eine "Bewegung für Gerechtigkeit und Entwicklung" gegründet. Es wird nicht ausgeschlossen, dass er mit ihr antritt und einiges auf den Kopf stellen könnte.
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