Tierrechtsforum
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 Re: Tierversuchstag 2010
Name: martin Permalink: https://tierrechtsforen.de/1/7265/8708

Datum: 22.04.10 17:24
Dieser Beitrag wurde 1784 mal gelesen


>
Zitat:
Tierversuche sind nicht übertragbar zwischen

> verschiedenen Spezies ...

> Diese Aussage stimmt in dieser Form natürlich nicht.

Doch, wenn man die Aussage nicht falsch interpretiert. Dort steht nicht, dass es keine ähnlichen Reaktionen bei ähnlichen Einwirkungen gibt, sondern dass die Maßgabe, Ergebnisse prinzipiell übertragen zu können (wie es von einem großen Teil der Bevölkerung geglaubt wird), falsch ist. Die Beispiele erläutern es entsprechend.

Damit ist natürlich nicht gesagt, einem Hund und einem Menschen auf den Kopf zu schlagen würde nicht ähnliche Schmerzen verursachen.

> Die aufgeführten Beispiele sind
> Spezialfälle und
> mir ist z.B. nicht bekannt, dass jemand schon einmal eine
> Eule in einem Tiermodell genutzt hat. Ich bin mit Nichten ein

Ich denke nicht, dass Penicillin oder Aspirin Spezialfälle sind. Genauso wenig wie Tierversuche an Meerschweinchen. Diese beiden Stoffe wären, wären Tierversuche die damalige Maßgabe gewesen, verworfen worden. Ich denke schon, dass das ein gutes Beispiel für die Fehlerhaftigkeit des Denkens ist, Tierversuche seien in jedem Fall notwendig und gut.

> absurd. Jedoch stimmt die Aussage, dass Tierversuche
> prinzipiell nicht auf den Menschen (die andere Spezies)
> übertragbar sind leider nicht.

Auch "prinzipiell" steht nicht da. Im Ganzen scheinst du auch den Status dieses Aussagen misszuverstehen: Es ist eine Pressemitteilung, kein wissenschaftlicher Artikel. Daher sind die Formulierungen pointiert und nicht auf die Deckung von Sonderfällen ausgelegt (denn quantitativ sind die Tierversuche, die halbwegs brauchbar wären, deutlich in der Minderheit).

>
Zitat:
Tierversuche sind mit großen Risiken für die Menschen

> verbunden ...

> Mhhh. Diese Aussage ohne großen Kommentar zu versehen ist
> natürlich auch nicht ganz so gelungen (sorry).

Der Kommentar steht dahinter. Und groß ist es nicht, weil: Pressemitteilung, kein Artikel.

> Die Frage, die man sich ja nun als egozentrisches Menschlein
> stellen müsste wäre doch: "Huch, bin ich denn sicherer ohne
> diese Tierversuche?"
> Die Antwort heißt hierbei natürlich leider "NEIN" (im
> allgemeinen, nicht speziellen)

Aber nur wenn man eine absurd übersteigerte Definition von "sicher" zugrunde legt. Wir sind auch sicher genug ohne Menschenversuche. Natürlich könnte z.B. der ADAC, wenn er Menschen und keine Dummies bei Crashtests einsetzen würde, noch mehr und noch genauere Informationen ermitteln, dennoch wird darauf verzichtet. Bei medizinischen Versuchen gilt das Analoge: Auch ohne alle die Erkenntisse (quantitativ und qualitativ), die durch Menschenversuche (gemeint sind die, die der Intensität von Tierversuchen entsprechen) nicht gemacht werden, sind Menschen sicher genug.

Zudem ist es nicht möglich die Erkenntnismöglichkeit von Alternativverfahren zu beurteilen, solange sie praktisch nicht gefördert werden. Zu behaupten, man bräuchte Tierversuche um "sicher" zu sein, ist Unsinn.

> Außerdem: Mir ist nicht bekannt, dass Daunen zu Allergien
> führen ;-)

Zitat:
Federn verschiedener Vögel können allergische Reaktionen hervorrufen. Allergologen dachten lange, die Auslöser sind die Vogelmilben im Vogelgefieder. Laboruntersuchungen zeigten jedoch, dass Federn alleine auch schon allergische Reaktionen hervorrufen können.

(http://www.allergie.medhost.de/newsarchiv/vogelallergie.html)


> einige mitentwickelt. Jedoch sollte man dem Leihen (der ja
> diese Seite von Maqi lesen soll) nicht vorenthalten, dass wir
> leider noch sehr weit davon entfernt sind auch nur ein
> Computermodell zu besitzen, welches einen Tierversuch
> generell ersetzen könnte. Davon sind wir noch weit entfernt
> (leider).

Wieso besteht eine Notwendigkeit, alles exakt ersetzen zu können? (Auch hier Stichwort: Menschenversuche.)

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