Veganismusforum
Hier können Vorgehensweisen diskutiert und Informationen ausgetauscht werden, die dazu dienen, Veganismus zu fördern und eine vegane Gesellschaft zu etablieren.

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 Hummeln in Gewächshäusern
Name: ClaudeClaude Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762

Datum: 06.09.04 07:54


Gemüse aus Gewächshäusern war noch nie mein Ding aber wie ich gestern (auf 3Sat: "Königin für einen Sommer") erfahren musste werden in solchen Hummeln zur Bestäubung eigesetzt. Diese werden extra gezüchtet - Völker die nicht den Wünschen des Züchters entsprechen getötet. Nach erfolgter Bestäubung vermutlich dasselbe. Einige Pflanzen (z.B. Tomaten) geben nicht genügend Nektar - wahrscheinlich verhungern alle sobald die Zuckerlösung im Karton in dem sie geliefert werden alle ist.

Ausgebeutete Hummeln im Gewächshaus, "Schädlingsbekämpfung" bei koventionell/Bio. Aber eigentlich kommt man da ja selbst drauf wenn man etwas überlegt... Da wird wohl nur eine vegane Gesellschaft was nützen.
Die Alternative zu Hummeln wäre übrigens ein Apparat der die Bestäubung übernimmt. Ein Angestellter muss damit die Pollen aus den Blüten schütteln. Allerdings soll das nicht so gut funktionieren.

Weitere Infos bei Google.

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 Hummelroboter und andere Aspekte des 21. Jahrhunderts
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/2764

Datum: 06.09.04 10:03


> drauf wenn man etwas überlegt... Da wird wohl nur eine vegane
> Gesellschaft was nützen.
> Die Alternative zu Hummeln wäre übrigens ein Apparat der die
> Bestäubung übernimmt. Ein Angestellter muss damit die Pollen
> aus den Blüten schütteln. Allerdings soll das nicht so gut
> funktionieren.

Ich fürchte, bis wir die vegane Gesellschaft haben, werden solche Bestäubungen längst von Nano- oder zumindest Mikrorobotern (hätte jetzt gern das Analogon zu Androiden geschrieben, habe aber keine Ahnung, was "Hummel" auf griechisch heißt) durchgeführt (und das wesentlich effektiver), so daß sich das Problem bis dahin selbst erledigt hat.

Weitere Beispiel (teilweise bereits umgesetzt):
* "Brieftauben" -> Telegraphie -> Fernschreiber -> Fax -> Email
* "Kutschpferde" -> Automobile/Züge usw. -> Vakuumröhrenbahnen
* "Zugochsen" -> Traktoren -> Schreitmaschinen
* "Mühlpferde" -> Wind-/Wassermühlen -> elektrisch betriebene Mühlen
* "Blindenhunde" -> GPS, Laptop, Bilderkennungssoftware etc. -> Sehprothesen
* "Kriegsdelphine" -> Militärroboter -> Pazifismus

Zum großen Teil beruht das nicht auf Tierrechtsgesichtspunkten, sondern war/ist/wird rein praktischer Natur sein, weil die neuen Materialen/Verfahren den durch Tierausbeutung gewonnenen einfach überlegen sind, vgl. auch:

* "Leder" -> GoreTex, Kevlar etc.
* "Federbetten" -> Synthetik, Kapok
* "Gelatine"filmfotographie -> Digitalkameras
und natürlich
* "Fleisch", "Eier", "Tiermilch", "Honig" etc. -> vegane Ernährung.

Schuhe oder Fußbälle aus "Leder" werden, zumindest von Profis (was Schuhe angeht z.B. Wettläufer, Bergsteiger) kaum verwendet, Kevlar schützt Motorradfahrer besser bei Unfällen, Federn sind allergen, Digicams praktischer und v.a. schneller (weil die Entwicklung entfällt, so daß zumindest Pressefotographen nur noch so arbeiten), und vegane Ernährung gesünder als die übliche.

Achim

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 Re: Hummelroboter und andere Aspekte des 21. Jahrhunderts
Name: ClaudeClaude Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/2765

Datum: 06.09.04 10:28


> Ich fürchte, bis wir die vegane Geselelschaft haben, werden
> solche Bestäubungen längst von Nano- oder zumindest
> Mikrorobotern (hätte jetzt gern das Analogon zu Androiden
> geschrieben, habe aber keine Ahnung, was "Hummel" auf
> griechisch heißt) durchgeführt (und das wesentlich
> effektiver), so daß sich das Problem bis dahin selbst
> erledigt hat.

Ach wär ich doch Erfinder geworden dann hätt ich die jetzt erfunden... ;-)

PS: Ich hab mal gelesen dass Digitalkameras sowieso schon bessere Qualität bieten. Vorallem wenn sie durch Software die Bildqualität verbesseren. Weniger verwackeln, mehr Schärfe usw.

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 Re: Hummelroboter und andere Aspekte des 21. Jahrhunderts
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/2766

Datum: 06.09.04 11:08


> Ach wär ich doch Erfinder geworden dann hätt ich die jetzt
> erfunden... ;-)

Zu spät ;-) .

Tiny Flying Robots Modeled on Insects

Entomopter Project

Flying robotic insect slated to explore Mars

Inspired by the aerodynamics of flying insects, a project to build a wee winged robot takes off



VIRGO: Vision-based robot navigation research network

Vanderbilt University Engineers Developing Robotic Insects

Es gibt sogar Jesustierchen-Roboter, mechanische Wasserläufer:Robot insect walks on water


Und auch Spielzeugvarianten (mit, je nach Zusammenbau, Kakerlaken- oder Mottenverhalten) für $36:
PHOTO INSECT™ - The solar insect robot


Also in spätetens 20 Jahren ist das Bestäubungsproblem erledigt (ich tippe eher auf zehn bis zur Entwicklung eines Prototyps).

> PS: Ich hab mal gelesen dass Digitalkameras sowieso schon
> bessere Qualität bieten. Vorallem wenn sie durch Software die
> Bildqualität verbesseren. Weniger verwackeln, mehr Schärfe usw.

Hm, das kann gut sein.

Achim

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 Blinde mit Sehhilfen ???
Name: Christoph Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/2783

Datum: 15.09.04 11:57


Achim schrieb:


"* "Blindenhunde" -> GPS, Laptop, Bilderkennungssoftware etc. -> Sehprothesen"

Können Blinde mit Sehprothesen wieder sehen?
Coool. An mir ist die Zeit vorbei gegangen.

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 Re: Blinde mit Sehhilfen ???
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/2784

Datum: 15.09.04 13:34


> "* "Blindenhunde" -> GPS, Laptop, Bilderkennungssoftware etc.
> -> Sehprothesen"
>
> Können Blinde mit Sehprothesen wieder sehen?

Ja, das ist der Sinn von Sehprothesen. Dazu, daß Gehörlose wieder laufen können, sind sie eher nicht gedacht.

Gleich der erste Link bei Google zum Stichwort ist:
Sehprothesen lassen Blinde wieder sehen

Der 2.: Re: Adaptive Blindenhilfen (was Sehprotesen ...)

3. Schnittstelle Kopf - Möglichkeiten und Grenzen von Neuroprothesen im Gehirn

usw. usw.

Wie besonders der 4. Entwicklung von Operationsmethoden im Rahmen der Anwendung von subretinal plazierbaren Sehprothesen im Tiermodell klar machen dürfte, wird es Sehprothesen längst geben, ehe die vegane Gesellschaft realistiert ist.

Damit erübrigt sich also die Frage nach "Blindenhunden" ebenso wie die nach "Brauereipferden".

> Coool. An mir ist die Zeit vorbei gegangen.

Eher der Sinn des Beitrags. Lies ihn nochmal und versuche, ihn zu verstehen.

Achim

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 Sehprotese
Name: Kris Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/2790

Datum: 24.09.04 22:12


Hallo!

> Wie besonders der 4.
> Entwicklung von Operationsmethoden im Rahmen der Anwendung von subretinal plazierbaren Sehprothesen im Tiermodell klar machen dürfte, wird es Sehprothesen längst geben, ehe die vegane Gesellschaft realistiert ist.
>
heisst du denn Sehprotesen gut, wenn sie auf der Grundlage von Tierversuchen erprobt werden? Die Frage, die sich stellt, ist doch, ob man diese dann einsetzen darf - ebenso wie die "medizinischen Ergebnisse" des 3. Reiches, die auf Menschenversucehn beruhen...

Kris

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 Re: Sehprotese
Name: Tanja Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/2791

Datum: 24.09.04 22:27

Hi Kris,

> heisst du denn Sehprotesen gut, wenn sie auf der Grundlage
> von Tierversuchen erprobt werden? Die Frage, die sich stellt,

Eine Diskussion zu Tierversuchen findest Du unter http://veganismus.ch/foren/read.php?f=7&i=1127&t=1091 . Vielleicht läßt sich das hier dann ja etwas abkürzen. ;-)

> ist doch, ob man diese dann einsetzen darf - ebenso wie die
> "medizinischen Ergebnisse" des 3. Reiches, die auf
> Menschenversucehn beruhen...

Nein, die Frage stellt sich eigentlich nicht. Denn es wäre ja wohl alles andere als tierrechtlerisch, einen schwer Unterkühlten an seiner Unterkühlung sterben zu lassen weil Erkenntnisse über die Rettung solcher Patienten in Menschenversuchen gewonnen wurden. Dazu kann derjenige, der da gerade vor einem liegt und im Zweifelsfall stirbt, wohl absolut nichts. Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Vor längerem gab es im Fernsehen einen (Karremann-?)Bericht über Katzenbabies, denen mit einem operativen Eingriff die Fähigkeit (ganz oder zeilweise, weiß ich nicht mehr genau) zu Hören genommen wurde um so neue Erkenntnisse über Gehörlosigkeit und Schwerhörigkeit zu gewinnen. Doch es wäre ja absurd, deswegen jedem schwerhörigen Menschen nun sein Hörgerät wieder abzunehmen.

Tanja

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 Die Frage, die sich stellt
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/2792

Datum: 25.09.04 07:43


>heisst du denn Sehprotesen gut, wenn sie auf der Grundlage von
>Tierversuchen erprobt werden?

Ich habe oben eine Tatsache festgestellt, neutral und ohne Wertung. Daß ich unfreiwillige Tierversuche ablehne, sollte wohl offensichtlich sein. Das ändert nichts daran, daß sie noch eine ganze Zeit stattfinden werden.

>Die Frage, die sich stellt,

Siehe Fragen über Fragen.

Du scheinst des öfteren zu behaupten, daß sich irgendwelche absurden Fragen stellen.

Die Fragen die tatsächlich gestellt werden (etwa, welche Fahrschulen Dir die unsinnige Auskunft bezüglich Motorradkleidung gegeben haben sollen), ignorierst Du dagegen.

Achim

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 Re: Die Frage, die sich stellt
Name: Kris Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/3243

Datum: 02.02.05 21:21


...wenn du meinst. Diese Frage habe ich allerdings beantwortet. nur lese ich nicht jeden Tag (aus Zeitmangel) die Forenbeitraege.
Aber davon abgesehen geht mir hier die ethische Diskussion manchmal nicht weit genug. Ich denke, dass jeder von euch hier Tierexperimente ablehnt. Ebenso gibt es die Diskussion ueber die Fragen, duerfen "medizinische" Ergebnisse aus Veruchen an Menschen des 1000-jaehrigen Reiches zur heutigen Behandlung eingesetzt werden.
Sehprotesen, wie auch immer, werden aber heute auf Grundlage von Tierexperimenten entwickelt. Sei es nur die Vertraeglichkeit von Kontaktlinsen auf dem Augapfel oder die Implantate, die eine natuerliche Linse ersetzen sollen. Ebenso basieren die taeglich empfohlenen Dosen fuer Vitamine und die vertraeglichkeit von Ersatzstoffen auf vergangenen Tierexperimenten beruhen. Aus diesem Grunde mache ich mir Gedanken ueber die Ethik der Forschung. Natuerlich darf es keinen Rueckschritt in der Entwicklung geben, aber es ist doch nicht zu bezweifeln, dass ein grossteil der heutigen technischen Errungenschaften (und sei es nur die Strahlungsreduktion deines und leider auch meines Computermonitors) auf Tierexperimenten basieren.
Das bringt natuerlich die Tierrechte nicht (zumindest nicht mittelbar) voran. Also entschuldige ich mich schon jetzt fuer die Beitraege, die eine unnoetige Diskussion verursachen.

Kris

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 Re: Die Frage, die sich stellt
Name: Tanja Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/3252

Datum: 03.02.05 15:20


> Aber davon abgesehen geht mir hier die ethische Diskussion
> manchmal nicht weit genug. Ich denke, dass jeder von euch
> hier Tierexperimente ablehnt. Ebenso gibt es die Diskussion
> ueber die Fragen, duerfen "medizinische" Ergebnisse aus
> Veruchen an Menschen des 1000-jaehrigen Reiches zur heutigen
> Behandlung eingesetzt werden.

Wenn es Leute gibt, die über sowas diskutieren, beneide ich sie ja schon fast um ihre Zeit, die sie wohl über haben.
Wenn man heute einen Menschen an Unterkühlung sterben ließe, weil aufgrund von Experimenten des Nazis geeignete Behandlungsmethoden entwickelt wurden, die man aber heute ablehnen würde, wäre das ja fern jeglicher Logik und ethischer Verantwortung. Also was gibt es da zu diskutieren?

Tanja

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 Re: Die Frage, die sich stellt
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/3253

Datum: 03.02.05 16:02


> Wenn es Leute gibt, die über sowas diskutieren, beneide ich
> sie ja schon fast um ihre Zeit, die sie wohl über haben.

"Diskutieren"? Darüber gibt es sogar eine ganze Star Trek-Folge (ich glaube Voyager, evt. DS9) - wobei der Arzt sich dubioserweise entscheidet, nicht die durch den "Nazi" gewonnene Erkenntnis zu verwenden ...

Hm, bestimmt kam sowas auch mal bei Chicago Hope, Emergency Room oder Ally McBeal ;-) .

>Wenn man heute einen Menschen an Unterkühlung sterben ließe, >weil aufgrund von Experimenten des Nazis geeignete >Behandlungsmethoden entwickelt wurden, die man aber heute >ablehnen würde, wäre das ja fern jeglicher Logik und ethischer >Verantwortung. Also was gibt es da zu diskutieren?

Allerdings. Ich bezweifle übrigens stark, daß es viele Leute gibt, die z.B. auch nur Schmerz- oder Schlafmittel vermeiden, von denen viele von Bayer etc. in Experimenten mit KZ-Häftlingen getestet wurden.

Achim

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 Re: Die Frage, die sich stellt
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/3255

Datum: 03.02.05 16:59


Kris schrieb:
>
> ...wenn du meinst. Diese Frage habe ich allerdings
> beantwortet. nur lese ich nicht jeden Tag (aus Zeitmangel)

Allerdings erst einige Monate, nachdem ich darauf hingewiesen habe, daß Du sie nicht beantwortet hast, womit Du sie zu dem Zeitpunkt meines Hinweises offensichtlich nicht beantwortet hattest.

> technischen Errungenschaften (und sei es nur die
> Strahlungsreduktion deines und leider auch meines
> Computermonitors) auf Tierexperimenten basieren.
> Das bringt natuerlich die Tierrechte nicht (zumindest nicht

Alles längst zig Mal diskutiert. Vegane Ernährung wird im tierversuh getestet, also ist vegane Ernährung abzulehnen; dummerweise ist auh nichtvegane Ernährung wegen der test nichtveganer Ernährung abzulehnen; ebenso das Nihctsessen.

Anders gesagt: alles typische gordische Hirnknotren von "tierversuchsgegnern", die nicht unterschieden können zwischen Tierversuchen (die abzulehenen sind) und Tierversuchsgetetem (wozu in diversen beiträgen hier genüpgend steht).

Die Frage, die sich hier stellt, ist also: warum nicht mal die Suchfunktion bemühen.

Achim

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 unethische Ethik
Name: Kris Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/3260

Datum: 04.02.05 19:34



Hallo Achim,

> Alles längst zig Mal diskutiert. Vegane Ernährung wird im
> tierversuh getestet, also ist vegane Ernährung abzulehnen;
> dummerweise ist auh nichtvegane Ernährung wegen der test
> nichtveganer Ernährung abzulehnen; ebenso das Nihctsessen.

wo habe ich das gesagt? Im uebrigen habe ich nicht Star Trek zu meiner Lebensphilosophie erhoben. Ich habe aber Probleme mit Ergebnissen aus Tierversuchen (meschlich oder nicht-menschlich) die ohne Einverstaendnis der Person (was bei nichtmenschlichen Tieren ja eher der Ausnahmefall ist) zustande gekommen sind. Im uebrigen verstehe ich nicht, wo genau die Grenze nach diesem Forum gezogen wird. Das habe ich auch nach Anwendung der Suche oder bei der Durchsicht der Stichwortliste etc. nicht gesehen. Ich verstehe die Argumentation hier in etwas so: die Versuche sind durchgefuehrt, die Lebewesen sind tot, also kann ich auch Nutzen aus den erkenntnissen ziehen. Hin zu einer veganen Gesellschaft wuerde das aber heissen: die Gesellschaft ist vegan, die Kuehtruhe im Supermarkt ist aber ncoh voll, da kann ich da ja noch so lange zugreifen. Wo in dieser Logik ist der Fehler?

> Tierversuchsgetetem
daraus konnte ich mir keinen Reim machen...

Und aus Tanjas Beitrag sehe ich:
"Wenn man heute einen Menschen an Unterkühlung sterben ließe, weil aufgrund von Experimenten des Nazis geeignete Behandlungsmethoden entwickelt wurden, die man aber heute ablehnen würde, wäre das ja fern jeglicher Logik und ethischer Verantwortung."

Sprich: unethisch gewonnene Erkenntnisse koennen zu ethischen Verhalten verwendet werden. Und schwarz ist weiss und die Erde ist eine Scheibe.

Kris

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 Re: unethische Ethik
Name: Knulprek Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/3261

Datum: 04.02.05 21:29


Kris schrieb:

> Ich verstehe die
> Argumentation hier in etwas so: die Versuche sind
> durchgefuehrt, die Lebewesen sind tot, also kann ich auch
> Nutzen aus den erkenntnissen ziehen. Hin zu einer veganen
> Gesellschaft wuerde das aber heissen: die Gesellschaft ist
> vegan, die Kuehtruhe im Supermarkt ist aber ncoh voll, da
> kann ich da ja noch so lange zugreifen. Wo in dieser Logik
> ist der Fehler?

Der Fehler in dieser Logik liegt darin, daß das Fleisch in den Tiefkühltruhen an sich nicht vegan ist. Irgendwelche medizinischen Verfahren oder Erkenntnisse sich aber nicht an sich nicht vegan.


> "Wenn man heute einen Menschen an Unterkühlung sterben ließe,
> weil aufgrund von Experimenten des Nazis geeignete
> Behandlungsmethoden entwickelt wurden, die man aber heute
> ablehnen würde, wäre das ja fern jeglicher Logik und
> ethischer Verantwortung."
>
> Sprich: unethisch gewonnene Erkenntnisse koennen zu ethischen
> Verhalten verwendet werden. Und schwarz ist weiss und die
> Erde ist eine Scheibe.

Was schlägst du denn als Alternative vor? Sollen alle bereits gewonnenen Erkenntnisse nochmal neu an freiwilligen menschlichen Testpersonen getestet werden, bevor man sie einsetzen darf? Welchen Sinn hätte das? Die Erkenntnisse hat man so oder so schon, egal ob man sie nun an freiwilligen Testpersonen nochmal testet oder nicht. Die Alternative wäre demnach, die Erkenntnisse ganz zu verwerfen und somit ggf. Leute sterben zu lassen. Tolle Lösung.

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 Tierversuche, Jagd und andere Randdthemen
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/3263

Datum: 06.02.05 13:52


> Was schlägst du denn als Alternative vor? Sollen alle bereits
> gewonnenen Erkenntnisse nochmal neu an freiwilligen
> menschlichen Testpersonen getestet werden, bevor man sie
> einsetzen darf? Welchen Sinn hätte das? Die Erkenntnisse hat
> man so oder so schon, egal ob man sie nun an freiwilligen
> Testpersonen nochmal testet oder nicht. Die Alternative wäre
> demnach, die Erkenntnisse ganz zu verwerfen und somit ggf.
> Leute sterben zu lassen. Tolle Lösung.

Eben - völlig absurd.

Bemerkenswerterweise gibt es, soweit ich weiß, trotz der Myriaden von "Tierversuchsgegner"-Organisationen kein Flugblatt bzw. keinen Artikel, in dem diese Problematik (die wohl nicht so offensichtlich ist, wie seie sein könnte) vernünftig behandelt wird (oder kennt jemand einen).

Ich sehe schon - auch zu diesem Thema müssen wir mal was schreiben (wie schon zum Thema "Zirkus") - nicht mal auf dem Randgebiet, auf dem sie 99% der Ressourcen verbraten, kriegen sie was gescheites zustande.

Ist mir z.B. auch schon was "Jagd" angeht aufgefallen. Obwohl wir uns kaum mit diesem Randthema beschäftigen, haben wir dazu z.B. wohl mehr und besseres Bildmaterial als es auf den ganzen (zumindest die mir bekannten deutschsprachigen) "Antijagdseiten" von den Leuten, die praktisch nichts anderes machen als "Anti-Jagd", zu finden ist (und die dann auf ihren Seiten eigentlich nichts weiter haben als unsinnige Foren und hunderte todlangweilige Pressemeldungen, daß sich mal wieder ein Jäger beim Hochsitzklettern den kleinen Zeh angehauen hat oder eine Kuh, einen Reisebus oder was auch immer mit einem Wildschwein verwechselt hat, oder ein paar zusammengeklaute Fotos und Cartoons) ... kooomisch.

Achim

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 Re: unethische Ethik
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/3264

Datum: 06.02.05 14:05


> > Alles längst zig Mal diskutiert. Vegane Ernährung wird im
> > tierversuh getestet, also ist vegane Ernährung abzulehnen;
> > dummerweise ist auh nichtvegane Ernährung wegen der test
> > nichtveganer Ernährung abzulehnen; ebenso das Nihctsessen.
>
> wo habe ich das gesagt? Im uebrigen habe ich nicht Star Trek

Wo habe ich gesagt, daß Du das gesagt hast? Ich habe diese beispiele nur angeführt, um zu zeigen, wie absurd die Forderung, nichts tierversuchsgetetstetes zu verwenden (ob nur Kamillentee oder Herzverpflanzungen oder Wasser oder Lokomotiven) ist.

> zu meiner Lebensphilosophie erhoben. Ich habe aber Probleme

Anscheinend schon, denn dort wurde es ebenso thematisiert, wie Du das tust.

> Sprich: unethisch gewonnene Erkenntnisse koennen zu ethischen
> Verhalten verwendet werden. Und schwarz ist weiss und die

Eben. Was genau verstehst Du daran nicht?

> Erde ist eine Scheibe.

Wie meinen?

Achim
> Kris

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 Blindenhunde
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/3424

Datum: 18.03.05 11:11


Dank der aktuellen Diskussion um die AOK übrigens ein interessanter Aspekt:

Zitat:

Blindenbund bezichtigt AOK der Lüge

[...]

AOK-Sprecher Leonhart wies die generellen Vorwürfe des BBSB als „absolut übertrieben“ zurück. Von den rund 17.000 Blinden im Freistaat hätten nur rund ein Prozent einen Führhund. Es gehe also nicht um ein so großes Problem, wie vom Blindenbund suggeriert.

Kein Sparpotenzial bei Blindenhunden

Leonhart bezeichnete es zudem als völlig haltlos, der Krankenkasse vorzuwerfen, sich auf Kosten der Blinden sanieren zu wollen. Die AOK Bayern habe im vergangenen Jahr einen Überschuss von 140 Millionen Euro erwirtschaftet. Bei einem Umsatz von elf Milliarden Euro gebe es ganz andere Sparpotenziale als 200.000 Euro für zehn neue Blindenhunde.

Im AOK-Ablehnungsschreiben heißt es unterdessen, das „Gebot der Wirtschaftlichkeit“ lasse eine Kostenübernahme nicht zu.

„Die Hunde werden inzwischen als Luxus abgestempelt, den die Kassen nicht zu bezahlen hätten“, klagt Dürr. Gerade weil in ganz Bayern nur 180 Blindenhunde im Einsatz seien, wären „die Beträge eigentlich Peanuts für die Kassen“.

http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/619/49570/ 17.03.2005



99% der Blinden sind also, obwohl ohne "Blindenführhund", nicht gar so hilflos, wie die Tierausbeutungspropagandisten das in ihrem Versuch, ihren Leichenfraß zu rechtfertigen, gern den Leuten weismachen wollen. Hier stellt sich natürlich die Fragem wieso das restliche Prozent denn nun spezieller ist ...

Achim

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 Leibeigene, Kutschpferde und Schweinefett
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/leibeigene

Datum: 12.07.14 23:04


Die Tage habe ich beim Aufräumen meiner Festplatte einen Cartoon dazu gefunden, der anscheinend noch nicht online war:


Achim

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 Bestäubungsroboter
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/9047

Datum: 12.07.14 23:11


> Also in spätetens 20 Jahren ist das Bestäubungsproblem
> erledigt (ich tippe eher auf zehn bis zur Entwicklung eines
> Prototyps).
>

Zehn Jahre sind demnächst um, war wohl zu optimistisch.

Dafür ist ...

> > PS: Ich hab mal gelesen dass Digitalkameras sowieso schon
> > bessere Qualität bieten. Vorallem wenn sie durch Software
> die
> > Bildqualität verbesseren. Weniger verwackeln, mehr Schärfe
> usw.

... das inzwischen evident.

Achim

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 Roboterbienen
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/9241

Datum: 11.07.16 07:14


Achim Stößer schrieb:
>
> > Also in spätetens 20 Jahren ist das Bestäubungsproblem
> > erledigt (ich tippe eher auf zehn bis zur Entwicklung eines
> > Prototyps).
> >
>
> Zehn Jahre sind demnächst um, war wohl zu optimistisch.

Knapp daneben:
Zitat:
Forscher der US-Universität Harvard haben winzige Roboterbienen entwickelt, die nicht nur fliegen, sondern auch unter Wasser tauchen können. Die Bienen sind halb so groß wie eine Büroklammer und wiegen weniger als ein zehntel Gramm.
Harvards fliegende Roboter-Bienen sollen eines Tages die echten ersetzen, 06.10.2015 https://www.wired.de/collection/science/die-fliegenden-roboter-bienen-aus-harvard-konnen-jetzt-tauchen

Noch sind sie angeleint ...


Achim

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 Re: Roboterbienen
Name: ClaudeClaude Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/9243

Datum: 18.07.16 14:09


Man liest ja immer wieder das angebliche Zitat von Albert Einstein.
Zitat:
Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.


Als es mal der Fachhochschule gezeigt wurde, war ich erstaunt, dass die Ingenieure nicht alle sofort gesagt hatten, dass sie in 4 Jahren problemlos Roboterbienen bauen könnten. Ich als Programmierer, mit wenig Ahnung von sowas, hatte es dann behauptet.
Es müssen ja auch nicht künstliche Bienen sein. Sie bereits existierenden Drohnen könnten auch mit etwas ausgestattet werden, was den Pollen aufnehmen und wieder abgeben kann.

Claude

PS: es ist auch ok, wenn nicht alle Vorhersagen stimmen. Ich hätte grösste Mühe mit meinen kurzen Fingernägeln einen Touchscreen zu bedienen.

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 kapazitiv vs. resistiv
Name: Thomas Scherhag Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/9244

Datum: 18.07.16 17:43


Claude schrieb:

> PS: es ist auch ok, wenn nicht alle Vorhersagen stimmen. Ich
> hätte grösste Mühe mit meinen kurzen Fingernägeln einen
> Touchscreen zu bedienen.

Hmm, Touchscreen einigermaßen moderner Bauart sind kapazitiv und nicht resistiv. Auch mit langen Fingernägeln kannst Du da nichts ausrichten. Oder habe ich nur nicht die Ironie verstanden?

Gruss, Thomas

Beitrag beantworten
 
 Re: kapazitiv vs. resistiv
Name: ClaudeClaude Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/9245

Datum: 19.07.16 07:15


Die Touch Screens in Virulente Wirklichkeiten wurden mit Fingernagel bedient. Ausserdem nannte Achim die automatische Assistentin Eliza statt Siri oder Cortana. Es ging mir darum, dass er mit solchen Voraussagen doch recht nahe dran lag, auch wenn man immer gewisse Abweichungen findet. So werden die selbstfahrenden Autos wohl nicht so bald schweben können.

Claude

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 Virulente Wirklichkeiten
Name: Achim StößerAchim Stößer Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/9246

Datum: 19.07.16 19:12


Claude schrieb:
>
> Die Touch Screens in Virulente Wirklichkeiten wurden mit
> Fingernagel bedient. Ausserdem nannte Achim die automatische


Hm, wo kommen die vor? Das einzig touchscreenähnlich, an das ich mich erinnere, ist der Schreibtisch in "Chronopsie", und da wird das optisch (über Kameras) gemacht, glaube ich (oder werden da Fingernägel benutzt?). Ist ja auch eine Weile her, dass "Virulente Wirklichkeiten" erschienen ist, fast zwei Jahrzehnte ;-)

> Assistentin Eliza statt Siri oder Cortana. Es ging mir darum,

Wegen Weizenbaum ... aber auch an das kann ich mich nicht erinnern, sollte ich vielleicht mal wieder lesen ...

> dass er mit solchen Voraussagen doch recht nahe dran lag,
> auch wenn man immer gewisse Abweichungen findet. So werden
> die selbstfahrenden Autos wohl nicht so bald schweben können.

Ah, das müsste "Erdpech" sein :-) .

Achim

Beitrag beantworten
 
 Re: Virulente Wirklichkeiten
Name: ClaudeClaude Permalink: http://tierrechtsforen.de/2/2762/9247

Datum: 19.07.16 20:01


> Hm, wo kommen die vor? Das einzig touchscreenähnlich, an das
> ich mich erinnere, ist der Schreibtisch in "Chronopsie", und
> da wird das optisch (über Kameras) gemacht, glaube ich (oder

Seite 170 : "... umriß mit dem Fingernagel eine Formel und schob ..."
Ich hatte das so verstanden, dass es ein Touchscreen ist, der mit dem Fingernagel bedient wird.
Aber dass muss es vielleicht nicht, denn "Michaela berührte mit dem Zeigefinger das Telefonsymbol" (S. 168).

Ja, Handgesten oder sowas kamen da auch irgendwo vor. Das hat man ja heute mit den Webcams in den Laptops auch. Ich kenne aber niemanden der das verwendet.
Mit dem "EyePhone" kann man einfach in die Luft zeigen, wo das Menu sichtbar ist, wenn gerade kein Virus dies verhindert.

> Wegen Weizenbaum ... aber auch an das kann ich mich nicht

Interessant. Diese Eliza kannte ich nicht.

> erinnern, sollte ich vielleicht mal wieder lesen ...

Kann ich nur empfehlen. :-)

> Ah, das müsste "Erdpech" sein :-) .

Genau. Ich warte seit 11 Jahren darauf, dass mir plötzlich eine Stimme sagt: "Hier ist die Simulation zu Ende".

Claude

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