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 Re: Tiere retten leben
Name: Urs  Permalink: https://tierrechtsforen.de/4/371/3690

Datum: 10.09.09 11:15
Dieser Beitrag wurde 2021 mal gelesen

Ziemlich "interessant", wie mein Leserbrief in der neuen Ausgabe gekürzt wurde, ist doch so gut wie jeder Gedanke des Gleichheitsprinzips rausgenommen worden. Man nimmt dem ganzen Text die Grundlage...:

Ganzer Leserbrief von mir:

"Ich staune darüber, dass Tierversuchsbefürworter oftmals das Wort "gewaltfrei" benutzen, sind sie doch diejenigen, die Gewalt gegen Lebewesen durchaus legitim finden. Man sollte sich einmal vorstellen, wenn eine höher entwickelte Spezies auf die Erde kommt und den Menschen als Versuchsobjekt verwenden würde. Vielleicht wäre sie auch darauf bedacht, "unnützes" Leiden der Versuchsmenschen zu verhindern. Jedoch wären sich wohl die meisten Menschen einig, dass selbst dann ein Experiment unethisch ist. Dieser Meinung bin ich auch. Aus diesem Grund macht es keinen Unterschied, ob Menschen oder Nichtmenschen zu Versuchsobjekten durch eine überlegene Art degradiert werden. Befürworter und auch Gegner von Tierversuchen argumentieren dabei immer mit dem Nutzen. Dabei ist es völlig irrelevant, wie gross der Nutzen aus einem Tierversuch sein kann. Nichtmenschliche Tiere sind wie Menschen autonome Lebewesen, einzigartige Individuen mit eigenen Lebenserfahrungen und grundlegenden Interessen. Alle empfindungsfähigen Lebewesen haben das Interesse, ein zwangloses, unversehrtes Leben zu führen. Genauso wie dunkelhäutige Menschen keinen Nutzen für weisse Menschen haben müssen, müssen nichtmenschliche Tiere einen Nutzen für Menschen haben. Sie leben allein um ihrer selbst willen. Deshalb ist ein Versuch am Nichtmenschen genau so verwerflich wie ein Versuch an einem Menschen. Bei beiden Versuchen werden die grundsätzlichen Interessen von Individuen missachtet. Würde man dem Prinzip des grössten Nutzen folgen, so wäre man logisch gesehen wieder bei Menschenversuchen, da der darausfolgende Nutzen am höchsten wäre. So könnte man sich also die Frage stellen, ob man einen einzigen Menschen opfern dürfte um einen Impfstoff gegen Aids zu erhalten. Dieses Nützlichkeitsdenken ermöglichte im Laufe der Geschichte schon etliche Gräueltaten. Tierversuche sind eine davon, die auch heute noch praktiziert wird. Die Unversehrtheit und das Leben eines empfindungsfähigen Lebewesens steht bedingungslos über seinem potentiellen Nutzen. Es ist genauso unethisch ein nichtmenschliches Tier wie einen Menschen als Mittel zum Zweck zu betrachten. Aus diesem Grund gehen die Diskussionen um Tierversuche am springenden Punkt vorbei, nämlich die Frage, ob es überhaupt rechtfertigbar ist, leidensfähige Lebewesen für Zwecke zu nutzen, die nicht zum Wohle alleine dieses Individuums sind."

Leserbrief in der neuen Ausgabe:

"Ich staune darüber, dass Tierversuchsbefürworter oftmals das Wort "gewaltfrei" benutzen, sind sie doch diejenigen, die Gewalt gegen Lebewesen durchaus legitim finden. Man sollte sich einmal vorstellen, wenn eine höher entwickelte Spezies auf die Erde kommt und den Menschen als Versuchsobjekt verwenden würde. Vielleicht wäre sie auch darauf bedacht, "unnützes" Leiden der Versuchsmenschen zu verhindern. Jedoch wären sich wohl die meisten einig, dass selbst dann ein Experiment unethisch ist. Aus diesem Grund macht es keinen Unterschied, ob Menschen oder Nichtmenschen zu Versuchsobjekten durch eine überlegene Art degradiert werden. Dabei ist es völlig irrelevant, wie gross der Nutzen aus einem Tierversuch sein kann. Würde man dem Prinzip des grössten Nutzen folgen, so wäre man logisch gesehen wieder bei Menschenversuchen, da der daraus folgende Nutzen am höchsten wäre. So könnte man sich also die Frage stellen, ob man einen einzigen Menschen opfern dürfte um einen Impfstoff gegen Aids zu erhalten. Dieses Nützlichkeitsdenken ermöglichte im Laufe der Geschichte schon etliche Gräueltaten. Tierversuche sind eine davon."

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