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 nur die falsche Strategie?
Name: martin Permalink: https://tierrechtsforen.de/4/3747/3756

Datum: 23.01.10 15:05
Dieser Beitrag wurde 1659 mal gelesen


> Beide wollen eigentlich das gleiche? Nein, wollen sie nicht.
> Während der Neue Tierschutz nur behauptet, die totale
> Abschaffung sei das Ziel, arbeitet er nachweislich dagegen.

Ich wurde gefragt, woher ich das weiß bzw. weshalb die neutierschützerischen Organisationen nicht in Wirklichkeit doch die Abschaffung wollen und nur die falsche Strategie anwenden.
Die Antwort jedoch, habe ich ein paar Sätze weiter geschrieben:

> Sie sind es
> schließlich, die die Kampagnen und Themen danach ausrichten,
> daß diese möglichst gut auf potenzielle Spender zugeschnitten
> sind, und nicht danach, was sie gegen die Tierausbeutung
> bewirken.

Bei fast jeder Kampagne läßt sich nachweisen, daß sie genau auf die unpopulären "Mißstände", die spenderattraktiv sind, zugeschnitten, und nicht auf das, was wirklich notwendig ist. Die Spendeneinnahmen werden wiederum für weitere solche Kampagnen eingesetzt, das erzeugt einen ewigen Kreislauf von Spenden, weil es die eigentlichen Zustände nicht verändert.

Die Kampagnen zielen auf der einen Seite darauf, Randbereiche und unpopuläre Einzelaspekte zu thematisieren und auf der anderen Seite, Veganismus entweder zu diskreditieren oder zu marginalisieren. Das hat den Effekt, daß der Durchschnittsunveganer nicht kritisiert wird, da Randbereiche, wie "Pelz", Tierversuche, Robben, Wale, Delfine, "indisches Leder", "australische Wolle", Stierkämpfe usw. einen Durchschnittsunveganer in Mitteleuropa praktisch nicht selbst betreffen. Veganismus wird nicht thematisiert, weil er vom potenziellen Spender verlagen würde, sein eigenen Konsumverhalten zu ändern. Das könnte diesen jedoch verprellen, da er sich nicht mehr ethisch überlegen fühlen kann, indem er sich durch Spenden von persönlicher Schuld freikaufen kann.

Was sie nicht tun, ist Kernbereiche zu thematisieren, und das ist die dreimal tägliche unvegane Nahrung – obwohl genau diese Kernbereiche das Hauptziel sein müßten, da sie das ideologische und ökonomische Zentrum der Tierausbeutung darstellen.

Neutierschützerische Organisationen sind an der Aufrechterhaltung des Spenenkreislaufs interessiert. Wenn eine abolitionistische Bewegung Erfolg haben würde, gäbe es schnell keine spendenwirksamen "Mißstände" mehr und auch weniger potenzielle Spender, da Veganer für Ablaßhandel kaum zugänglich sind. Da ihr Hauptziel Spenden sind, sind solche Entwicklungen für sie negativ (Verlust potenzieller Spender, Verlust von spendenwirksamen Kampagnenzielen, Verlust der Entschudligungen ihrer unveganen Spender). Da sie negativ sind, müßten die Organisationen, wenn Spenden ihr Hauptziel ist, dagegen arbeiten, d.h. Antiabolitionismus betreiben und genau das tun sie.
Daher ist es nicht einfach nur die "falsche Strategie", sondern ein erklärtes Interesse daran, die Tierausbeutung zu erhalten, da nur sie diesen ewigen Spendenkreislauf gewährt.

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