Videodokumentation
Im Internet sind immer wieder Videosequenzen zu finden, die Ausschnitte aus tierrechtsrelevanten Fernsehsendungen zeigen. Auf diese kann hier verwiesen werden.

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Name: martin Permalink: https://tierrechtsforen.de/8/519/520

Datum: 20.09.09 16:12
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Die Tierschutzorganisation "Albert Schweizer Stiftung", die das Ausbeutung von Hühnern als Erfolg bezeichnet (solange es in "Boden"- oder "Freilandhaltung" geschieht) und deren "Helfen Sie den Tieren"-Aufruf aus fünf(!) verschiedenen Arten zu spenden besteht, hat aus Künasts Büro dazu nach Anfrage eine Stellungnahme erhalten, die sich ausschließlich auf den Fischmord bezieht (der Rest scheint weniger wichtig).

Zitat:
Sehr geehrter Herr Klosterhalfen,

erlauben Sie mir zunächst ein paar Worte zur Einordnung der von Ihnen kritisierten Angelszene: Frau Künast war für die Sendung „Abgeordnet“ des SWR einen Tag lang auf dem konventionellen landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Schlögl in Peiting zu Gast. Das Konzept der Sendung sah vor, dass Frau Künast die Landwirte einen Tag lang begleitet und bei verschiedenen Tätigkeiten mithilft. Neben Stallausmisten, Kühe füttern und melken sowie Zäune reparieren gehörte dazu auch der Fang einiger Forellen und Saiblinge aus dem privaten Fischteich der Schlögls für das Abendessen. Beim Angeln mit dabei waren der Landwirt und sein Sohn.

Sich beim Angeln filmen zu lassen, ist u.U. für eine grüne Politikerin überraschend. Frau Künast hat dies im beschriebenen Rahmen des vom SWR gestalteten Ablaufes getan.

Das Fischfilet oder das Steak, das auf unseren Teller landet, stammt von einem Lebewesen. Natürlich ist es nicht normal, persönlich ein Tier zu töten. Aber weil die meisten Menschen heute beim Einkauf eines eingeschweißten Steaks oder eines Rollmops im Glas gar keine Verbindung mehr zu dem Lebewesen herstellen, ignorieren sie auch, dass Tiere millionenfach für die Nahrungsmittelproduktion getötet werden. Tierquälerische Massentierhaltung und Überfischung der Meere sind unserer Meinung nach leider auch deswegen so weit verbreitet, weil viele Menschen verdrängen, woher Fisch und Fleisch auf ihrem Teller stammen.

Bündnis 90/Die Grünen wollen, dass sich Fleisch und Fisch essende Verbraucherinnen und Verbraucher bewusst sind, dass sie durch ihre Kaufentscheidung beeinflussen können, wie die Tiere vorher gelebt haben. Uns geht es darum, dass die Tiere, die wir essen, so gehalten werden, dass sie artgerecht leben, nicht leiden und fachgerecht getötet werden. Zu letzterem gehört, beim Angeln, den Fisch zunächst mit einem oder mehreren Schlägen auf den Kopf oberhalb der Augen zu betäuben. Dies hat Frau Künast fachgerecht getan. Sie haben Recht, dass die Szene, in der das Kind auf den Fisch schlägt, diesem Grundsatz nicht gerecht wird. Der Vater hat deshalb auch eingegriffen.

Bündnis 90/Die Grünen haben sich in der deutschen Parteienlandschaft und in allen Parlamenten immer am entschiedensten für die Belange des Tierschutzes eingesetzt. Wir haben gemeinsam mit den Tierschutzverbänden dafür gesorgt, dass der Tierschutz als Staatsziel in der Verfassung verankert wurde. Als Verbraucherschutzministerin hat Frau Künast ein Verbot der Käfighaltung von Legehennen durchgesetzt – das die schwarz-rote Regierung leider wieder aufgehoben hat.
Aus unserer Sicht ist es besonders wichtig, dass die Massentierhaltung und das millionenfache tägliche Schlachten im Akkord aufhören. Auch deshalb haben wir in dieser Legislaturperiode einen Entwurf für ein neues Tierschutzgesetz vorgelegt, der im Mai von der tierschutzpolitischen Sprecherin Undine Kurth mit einem Vorwort von Renate Künast vorgelegt wurde. Es handelt sich hierbei nach Expertenmeinung um einen Meilenstein in der Tierschutzgesetzgebung.

Auch in der nächsten Wahlperiode werden Bündnis 90/Die Grünen dem Tier- und Artenschutz hohe Priorität in der politischen Arbeit einräumen, z.B. durch die Einbringung des genannten Entwurfs für ein Tierschutzgesetz.

Wir hoffen dabei auf Ihre Unterstützung und kritische Begleitung.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Rade
Büroleiter der Fraktionsvorsitzenden Renate Künast


Fassen wir zusammen:
- es ist normal, Auftragsmorde zu begehen ("Natürlich ist es nicht normal, persönlich ein Tier zu töten.")
- Gefangenschaft und Folter ist "artgerecht" und "ohne Leiden" möglich ("Uns geht es darum, dass die Tiere, die wir essen, so gehalten werden, dass sie artgerecht leben, nicht leiden und fachgerecht getötet werden.")
- tierrechtsverletzender, kontraproduktiver Reformismus ist ein Erfolg ("dass der Tierschutz als Staatsziel in der Verfassung verankert wurde"; "Verbot der Käfighaltung von Legehennen"; "einen Entwurf für ein neues Tierschutzgesetz vorgelegt")
- Versklavung in kleineren Gruppen und gemächliche Ermordung sind in Ordnung ("dass die Massentierhaltung und das millionenfache tägliche Schlachten im Akkord aufhören")

Übrigens hält sich Frau Künast nicht nur an das bestehende Tierschutzgesetz, sondern auch an den ach so tollen neuen Entwurf:

Zitat:
§8
(1) Ein Wirbeltier darf nur getötet werden, wenn es zuvor ohne Schmerzen und Leiden vollständig betäubt, d. h. in einen bis zum Tod anhaltenden Zustand der Empfindungsund Wahrnehmungslosigkeit versetzt worden ist.

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