Videodokumentation
Im Internet sind immer wieder Videosequenzen zu finden, die Ausschnitte aus tierrechtsrelevanten Fernsehsendungen zeigen. Auf diese kann hier verwiesen werden.

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 Mythos Freilandhaltung
Name: martin Permalink: https://tierrechtsforen.de/8/585

Datum: 13.08.10 13:48

Auf http://www.spiegel.de/flash/flash-24094.html gibt es diverse Videos zum Thema "Tierhaltung", Tierprodukte und Essgewohnheiten.

Sehenswert ist hauptsächlich das erste: "Krank durch Freilandhaltung". Hier wird relativ ungeschönt die Realität der von Tierschützern bejubelten "Alternativhaltungen" aufgezeigt: die geringe Nutzbarkeit der Auslauffläche (bei "Freilandhaltung"), weil Hühner eben keine Wiesentiere sind; die hohe Infektionsgefahr; die schnelle Ausbreitung von Krankheiten; kahle Stellen im Gefieder; und was hier so nett mit "die Hühner sind sozialen Rangkämpfen ausgesetzt" umschrieben wird, heißt im Klartext Federpicken und Kannibalismus.
Das war es allerdings auch schon mit der Realität. Danach wird die "Kleingruppenhaltung" schöngeredet mit Bezeichnungen wie "WG" oder "Luxus" und offenkundigen Falschbehauptungen, es gebe "gar keinen" Kannibalismus. "Das beste für den Mensch und das Huhn" wäre nicht diese Form der Ausbeutung, sondern Hühner überhaupt nicht einzusperren.

Die weiteren Videos bieten wenig Neues. Keine Problematisierung, stattdessen hört man nur das Gesülze der Tierausbeuter, die von ihren Mordprodukten begeistert sind.

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 Mythos Freilandhaltung II
Name: martin Permalink: https://tierrechtsforen.de/8/585/591

Datum: 09.10.10 16:11

"Happy Eggs" ist eine Marke von "Freiland"-Eiern in Großbritannien. Sie werden selbstverständlich mit einem Label einer Tierschutzorganisation vermarktet, das sich "Freedom Foods" nennt.

Wenig "happy" und wenig frei sind die Hühner, wenn man auf den Farmen nachsieht. Wie die Organisation VIVA gemacht hat - Unhappy Eggs: The intensive free range industry laid bare by Viva! exposé - und worüber auch im TV berichtet wurde: Sky News Exposes Egg Firm's Hen Mistreatment. Die Regelungen werden nicht eingehalten: der Auslauf ist ein Stück karge Erde und das "Sandbad" eine Schlammpfütze. Stattdessen sind die mit Parasiten infiziert und überall liegen Leichen herum.

Damit haben wir mal wieder alles zusammen: Die Tierschützer erlassen "Standards", vermarkten diese Klassifizierung als "ethische Produkte" an die Produzenten und erhalten Spenden für ihre tolle Arbeit. Die Produzenten vermarkten die Klassizifierung weiter an die Verbraucher, die die Produkte kaufen, weil sie damit ihr Gewissen erleichtern können. Die Tiere leiden und sterben trotzdem und miserablen Bedingungen. Es ist, wie es aus Neudeutsch heißt, eine "Win-Win-Situation": Die Tierschützer profitieren und die Tierausbeuter (Produzenten wie Konsumenten) profitieren. Nur die Tiere verlieren.

Zum weiteren Hintergrund: Der größte Sieg des Tierschutzes - Das Verbot der Legebatterien und seine Folgen.

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 Mythos Freilandhaltung III
Name: martin Permalink: https://tierrechtsforen.de/8/585/592

Datum: 26.10.10 15:14

Video: http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5685506 und
http://www.mdr.de/fakt/7805241.html

Fotostrecke: http://www.mdr.de/fakt/7804875.html

Zitat:
FAKT | Das Erste | 25.10.2010 | 21:45 Uhr

Unhaltbare Zustände in Hühnerställen
Seit Anfang 2010 ist in Deutschland die konventionelle Käfighaltung von Legehennen aus Gründen des Tierschutzes verboten. In Supermärkten und Discountern gibt es deshalb kaum noch Eier aus Legebatterien. Verbraucher können jetzt meist zwischen Eiern aus Boden-, Freiland- oder Biohaltung wählen. Doch auch dort gibt es offenbar nicht überall glückliche Hühner. Aufnahmen, die FAKT zeigt, belegen Probleme mit der artgerechten Haltung.

Tote Hühner in Ställen

Aus einem Betrieb, der Eier aus Freilandhaltung verkauft, gibt es Bildern vom schlechten Zustand der Hühner und sogar toten Tieren. Das betroffene Unternehmen erklärt, es habe früher Käfighaltung betrieben und befinde sich in einem schwierigen Umstellungsprozess. Verweste Tiere würden auf das Konto des Personals gehen. Und dieses menschliche Versagen werde nicht toleriert.


Futter als Ursache?

Berichte über eine fehlende artgerechte Haltung gibt es auch über den Bio-Betrieb von Heinrich Graf von Bassewitz, dem Ökobeauftragten des deutschen Bauernverbandes. FAKT darf in einem seiner Ställe filmen. Fast 20.000 Hühner leben dort. Viele Tiere sind in keinem guten Zustand. Während der Dreharbeiten werden vier tote Hühner entdeckt. Von Bassewitz zufolge war die Aufzucht der Tiere nicht einfach. Die Hühner hätten zu wenig Eiweiß über ihr Futter bekommen.

Tote Tiere, verweste und skelettierte Leichen, Hühner, die kaum noch Federn haben, offene Wunden usw. Das ist die Realität von sog. Alternativhaltungen, unter die von Tierausbeutern und Tierschützern hochgelobten "Freiland-" und Biohaltungen.

Die Kommentare sprechen wie so oft für sich. Von Ignoranz gegenüber der Realität ("Nein, so sieht es bei uns nicht aus.") bis zu desinteressiertem Eingestehen ("Tja, so ist das halt.", "Damit muss man leben."). Entschuldigend wird darauf verwiesen, dass die Tiere ja am Ende der Legeperiode seien, d.h. kaum älter als ein Jahr. Dass Hühner ohne Qualzucht und Ausbeutung zwanzig Jahre und älter werden können, wissen die Verbraucher zum Glück nicht. Sonsten könnten sie über den Zustand nach nur einem Jahr Ausbeutung erschocken sein.

Wenn sich diese Realität stärker publik wird, dürften die Tierschützer in Erklärungsnot kommen, haben sie doch den Verbrauchern (und vor allem ihren Spendern) vorlogen, in den Alternativhaltungen ginge es den Tieren signifikant besser. Während die Werbung Freilandhaltung als grüne Wiese darstellt, werden mit solchen Aufnahmen auch ein paar Details gezeigt, die nicht ganz ins Schema passen.



Dabei ist es gar nicht so schwierig, eins und eins zusammen zu zählen: Käfighaltung ist unakzeptabel, "Alternativhaltung" ist unakzeptabel, also ist die Lösung, keine Eier mehr zu essen. Außerdem auch keine anderen Tierprodukte - einfach vegan werden.
Ja, natürlich... so können die Tierausbeuter keinen Profit mehr machen und die Tierschützer keine Spenden einnehmen (denn mit Veganern lässt sich nur schlecht Ablasshandel betreiben). Die Welt ist schon ungerecht.

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